Top-Investor warnt deutsche Wirtschaft - und erklärt, was sich ändern muss

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Hommels gehört zu den europäischen Top-Investoren. Er lieh Facebook, Xing, Spotify oder Skype Geld - lange bevor tatsächlich klar wurde, was aus den Unternehmen werden würde. | dpa
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  • Ein Investor warnt: Die Wirtschaft schätze ihre Erfolge völlig falsch ein
  • Klaus Hommels fordert daher von Europa eine klare Strategie
  • "Wir lassen uns hier so viele Möglichkeiten zur Einflussnahme entgehen"

Der deutschen Wirtschaft geht es offensichtlich gut. Sie wächst, die Arbeitslosigkeit ist niedrig. Top-Investor Klaus Hommels erklärte vor wenigen Monaten sogar, man müsse keine Angst vor der Finanzblase haben.

Dass es trotzdem nicht nur Grund zur Euphorie gibt, machte Hommels nun auf der Burda-Digitalkonferenz DLD in Berlin deutlich: "Wir feiern uns selbst für die Entwicklung, die wir im vergangenen Jahr durchlaufen haben – aber das ist Schwachsinn."

Hommels gehört zu den europäischen Top-Investoren. Er lieh Facebook, Xing, Spotify oder Skype Geld - lange bevor tatsächlich klar wurde, was aus den Unternehmen werden würde.

Hommels: "Den Kampf um den Privatkunden hat Europa schon verloren“

Nun beurteilt er die Lage in Deutschland und Europa. Sein Fazit: Die Wirtschaft schätzt ihre Erfolge völlig falsch ein.

"Wir denken, wir hätten uns verbessert, aber im Großen und Ganzen, haben wir nichts erreicht“, sagte Hommels. Europäische Unternehmen hätten im Digitalsektor ein Handelsdefizit von 25 Milliarden US-Dollar aufgebaut.

"Den Kampf um den Privatkunden hat Europa schon verloren“, sagt Hommels. Ihm zufolge muss Europa jetzt um die Geschäftskunden kämpfen - und dafür eine starke Strategie verfolgen.

Dazu gehöre auch finanzielle Unterstützung aus Brüssel. Zudem müsste Geld in Unternehmen fließen, die noch nicht an der Börse sind. "Wir lassen uns hier so viele Möglichkeiten zur Einflussnahme entgehen", mahnt Hommels.

Der Artikel erschien zuerst auf "Focus Online".

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(lp)

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