Kettenbrief bei WhatsApp: Die angebliche Rauchmelder-Kontrolle

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Verbrecherbanden, die vorgeben Rauchmelder zu überprüfen? Es ist derzeit wohl nur ein Fall bekannt, der auch noch viele Monate zurückliegt

Trickbetrügerbanden und andere Kriminelle haben so einige Maschen, um sich Zugang zu den Wohnungen ihrer Opfer zu verschaffen. Derzeit machen anscheinend bei WhatsApp und Facebook bundesweit Kettenbriefe wieder vermehrt die Runde, in denen davor gewarnt wird, dass "Verbrecherbanden von Haus zu Haus gehen und sich als Feuerwehrler oder Rauchmelderkontrolleure ausgeben, um unter diesem Vorwand die Wohnungen auszuräumen", erläutert die Polizei Oberpfalz bei Facebook. Schon im Dezember 2016 wurde an dieser Stelle auf den Kettenbrief hingewiesen. "Nach wie vor wurden keine derartigen Fälle bei der Polizei Oberpfalz angezeigt", heißt es weiter.

+⚠️+ Wieder Fake-Meldungen bei WhatsApp im Umlauf - bitte nicht teilen! +⚠️+

Bereits vor knapp einem Jahr haben wir...

Posted by Polizei Oberpfalz on Mittwoch, 25. Oktober 2017

Keine Ahnung von WhatsApp? Hier gibt es "Die verständliche Anleitung zur aktuellen Version"

Ruhe bewahren

Doch nicht nur in der Oberpfalz kursiert die Falschmeldung. Auch einige lokale Medien im gesamten Bundesgebiet berichten über die Entwicklung. Den zuständigen Behörden sind in nahezu allen Fällen keine entsprechenden Übergriffe bekannt. Ausnahme: Im Januar 2016 meldete die Polizei Bremen einen entsprechenden Fall, in dem eine 79-jährige Frau von zwei Männern bestohlen wurde, die an der Wohnungstüre angaben, installierte Rauchmelder überprüfen zu wollen. Seit etwa dieser Zeit ist der Kettenbrief wohl auch bereits in Umlauf. Wer die Meldung erhält, der sollte also nicht direkt in Panik verfallen - und bestenfalls den Kettenbrief auch nicht weiterverschicken.

Die Polizei Oberpfalz gibt trotzdem Tipps für den Umgang mit Fremden vor der Haustüre. So solle man "eine gesunde Portion Misstrauen" haben, "niemanden ins Haus" lassen und "beim geringsten Verdacht, dass etwas nicht stimmt, bei Eurer zuständigen Polizeidienststelle oder der Notrufnummer 110" anrufen.

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