Altkanzler Schröder rechnet mit Jamaika ab – und nennt Grüne "Merkels Bettvorleger"

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  • SPD-Altkanzler Schröder hat die Grünen scharf attackiert
  • Er glaubt nicht, dass eine Jamaika-Koalition eine Zukunft hat
  • Im Video oben seht ihr eine Zusammenfassung der Aussagen Schröders

Die Gespräche über die angestrebte Jamaika-Koalition haben gerade erst begonnen. Doch die SPD wird bereits ungeduldig.

Die Sozialdemokraten, die eine Regierungsbeteiligung selbst ablehnten, werfen Union, Liberalen und Grünen vor, nicht entschlossen genug über die Bildung der neuen Koalition zu verhandeln. Zuletzt sorgte Fraktionschefin Andrea Nahles mit ihrer scharfen Kritik an der FDP für Aufsehen.

Jetzt polterte SPD-Altkanzler Gerhard Schröder gegen die Jamaika-Parteien. Besonders die Grünen, immerhin früher Koalitionspartner des Sozialdemokraten, ging er dabei an. "Die Grünen eignen sich als Bettvorleger von Merkel, sie sind nun mal Opportunisten", sagte Schröder am Montagabend bei einer Veranstaltung des Schweizer Ringier-Verlags.

Schröder glaubt nicht an 4 Jahre Jamaika

Eine Zukunft sieht der 73-Jährige für Jamaika offenbar nicht. "Das eigentliche Problem ist nicht, ob die sich einigen. Sondern ob diese Koalition Bestand haben kann", erklärte Schröder. Er präferiere ohnehin den Begriff "Schwampel", also "schwarze Ampel".

Auch zur Kritik an seiner Person äußerte sich Schröder. Der Altkanzler hat seine umstrittene Tätigkeit beim staatlichen russischen Ölkonzern Rosneft aufgenommen. Ein Problem sieht Schröder darin offenbar nicht. "Ich bin nun Aufsichtsratspräsident des größten Ölkonzerns der Welt", betonte Schröder stolz.

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(mf)

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