Impfen ja oder nein? 7 interessante Fakten, die deine Entscheidung beeinflussen werden

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IMPFUNG
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Es gibt nicht nur die zwei Lager „Impfbefürworter“ und „Impfgegner“. Viele Bürger sind sich nicht sicher, ob sie sich impfen lassen sollen oder nicht. Die einen fühlen sich schlecht beraten und den anderen ist das Thema unbehaglich. Gemeinsam mit der KNAPPSCHAFT haben wir Fakten zum Thema „Impfen“ gesammelt, die dir bei deiner Entscheidung helfen werden.

#1 Deine Impfungen bringen allen etwas
Je mehr Menschen geimpft sind, desto weniger Menschen können sich heftig infizieren. In der Wissenschaft nennt man das Herdenimmunität. Die kann aber nur hergestellt werden, wenn möglichst viele Menschen sich schützen lassen. Denn wenn ein bestimmter Anteil Menschen ohne Impfung durchs Leben geht, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass ein eigentlich ausgerotteter Virus sich neu verbreitet. Es geht also nicht nur um die Gesundheit des Einzelnen, sondern um die Gesundheit der ganzen Gesellschaft. Indem du dich impfen lässt, rettest du womöglich Leben.

#2 Impfungen helfen nur im Vorhinein
Klar wäre es schön, wenn es für jede Infektion ein Mittelchen gäbe: Krankheit erkannt, kleiner Piks und wieder gesund. Leider kann man Krankheiten aber nur im Vorhinein entgegenwirken. Um sich also wirksam vor Masern, Keuchhusten oder Hepatitis B zu schützen, hilft nur die gezielte Immunisierung. Manche Impfungen müssen auch aufgefrischt werden. Schon deswegen ist es sinnvoll, mal beim Arzt nachzufragen. Und hinterher hast du das gute Gefühl, zu wissen, welche Krankheiten du nicht bekommen wirst.

#3 Du bist nicht allein
Das Robert-Koch-Institut stellt die sogenannte STIKO, die ständige Impfkommission. Deren Empfehlungen gelten allen Ärzten und Krankenkassen als Maßstab. Und das Paul-Ehrlicher-Institut kontrolliert regelmäßig und zuverlässig die Güte der verwendeten und der neuen Impfstoffe. Diese beiden Instanzen unterstehen dem Bundesgesundheitsministerium und sind damit eindeutig der Kategorie „seriös“ zuzuordnen. Ein weiterer Ansprechpartner ist die Weltgesundheitsorganisation WHO. Alle drei haben ein offenes Ohr für die Fragen der Bürger.

#4 Die Impfstoffe werden immer besser
Viele haben Angst davor, erst durch eine Impfung krank zu werden. Während das früher noch relativ verbreitet war, ist es heute kaum noch möglich, sich wegen eines Impfstoffes schlecht zu fühlen. Das Robert-Koch-Institut erklärt: Der alte Keuchhusten-Impfstoff enthielt das vollständige Bakterium und zusätzlich 3.000 Antigene. Wenn man dagegen heutzutage alle Schutzimpfungen zusammennimmt, findet man nur noch Einzelteile der Erreger und insgesamt 150 Antigene. Das ist ein Bruchteil dessen, womit sich unser Immunsystem ohnehin jeden Tag auseinandersetzen muss.

#5 Impfen beugt wahrscheinlich Allergien vor
Das nachzuweisen ist sehr schwierig, weil man keine entsprechende medizinische Studie vornehmen kann. Aber es gibt Beispiele in der Geschichte: In der DDR gab es bis zum Fall der Mauer eine Impfpflicht. Ab 1990 aber sank die Impfquote und proportional dazu stieg auch die Zahl der Kinder mit nachgewiesenen Allergien. Bis heute sind mit Ausnahme von Berlin die Masern im Osten Deutschlands weniger verbreitet als im Westen. Was in der DDR ein vergleichsweise harmloses Beispiel ist, hatte in Tadschikistan verheerende Folgen: 2010 – etwa acht Jahre nachdem die verpflichtende Polio-Impfung abgeschafft worden war – wurden 600 Fälle akuter Poliolähmung gemeldet, 14 davon endeten tödlich. Die WHO hat daraufhin ihre Anstrengungen verschärft und will bis zum kommenden Jahr die Welt komplett poliofrei machen.

#6 Niemand wird reich damit
Manche Impfkritiker meinen, dass die Impfstoffe eigentlich keine Wirkung hätten. In Wahrheit würden sich die Pharmariesen gemeinsam mit den Ärzten die Taschen vollstopfen. Fragt man einen Arzt, wieviel Geld er pro Impfung bekommt, zieht er wahrscheinlich kurz die Augenbraue hoch. Es sind weit unter fünf Euro. Und die Pharmaunternehmen? Insgesamt hatten die Deutschen Krankenkassen 194 Milliarden Euro zur Verfügung, davon gaben sie 33 Milliarden Euro für Arzneimittel aus. Etwas mehr als eine Milliarde flossen dabei in die Ausgaben für Impfstoffe. Das macht gerade mal 0,65 Prozent aus.

#7 Kassen übernehmen Schutzimpfungen – manche sogar noch mehr
Gesetzlich Versicherte haben einen Anspruch auf Schutzimpfungen. Das ist dein Recht. Welche genau das sind, hängt von deinem Alter, Lebensraum und Beruf ab. Die Empfehlungen dazu gibt die Ständige Impfkommission des Robert-Koch-Instituts heraus. Alles, was darüber hinausgeht, können die Kassen selbst entscheiden. Eine gute Kasse übernimmt auch die Reiseschutzimpfungen und berät dich individuell zu sinnvollen Impfungen. Und eine richtig gute Kasse erinnert dich sogar an deinen nächsten Impftermin.

Die KNAPPSCHAFT weiß nicht nur, dass Prävention die beste Medizin ist. Sie handelt auch dementsprechend. Die Kasse bietet ihren Kunden umfangreiche Informationen rund um das Thema Impfen und zahlt deine Reiseschutzimpfungen – egal, wohin das nächste Abenteuer geht.

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