Gabriel attackiert Schäuble, weil dieser Europa in einen "Scherbenhaufen" verwandelt habe

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Gabriel attackiert Schäuble, weil dieser Europa in einen "Scherbenhaufen" verwandelt habe | Anadolu Agency via Getty Images
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  • Bundesaußenminister Sigmar Gabriel hat die Europapolitik von Wolfgang Schäuble scharf kritisiert
  • Seiner Ansicht nach trägt der CDU-Politiker die Verantwortung für das schlechte Ansehen Deutschlands in Europa
  • Zwar lobt Gabriel Schäubles Finanzpolitik, die gute finanzielle Lage Deutschlands führt er aber auf die niedrigen Zinsen zurück

Vor der Wahl von Wolfgang Schäuble (CDU) zum Bundestagspräsidenten übt Außenminister Sigmar Gabriel scharfe Kritik am scheidenden Kabinettskollegen.

Schäuble habe Europa in einen "Scherbenhaufen" verwandelt, "der jetzt von anderen wieder mühsam zusammengesetzt werden muss", sagte der SPD-Politiker dem Redaktionsnetzwerk Deutschland.

"In Europa ist es Schäuble gelungen, nahezu alle EU-Mitgliedsstaaten gegen Deutschland aufzubringen. Deutschland gilt als Oberlehrer, der anderen immer wieder Vorschriften zum Sparen machen will", kritisierte Gabriel.

Deutschland spart jedes Jahr 20 Milliarden an Zinsen

Natürlich habe der CDU-Politiker "vieles richtig gemacht", räumte Gabriel ein. Allerdings sei er in einer Zeit niedrigster Zinsen Finanzminister gewesen und habe den guten Haushalt der Tatsache zu verdanken, dass Deutschland pro Jahr 20 Milliarden Euro an Zinsen spare.

Gabriel betonte, er gönne Schäuble "von Herzen" das künftige Amt. "Die Rechtspopulisten der AfD werden schnell merken, dass Wolfgang Schäuble Form und Inhalt demokratischer Willensbildung im Deutschen Bundestag durchsetzen wird", betonte der Außenminister.

Schäuble war seit 2009 Finanzminister. An diesem Dienstag soll der 75-Jährige zum Parlamentspräsidenten gewählt werden.

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(mf)

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