Du erinnerst dich nie an deine Träume? Dann könntest du ernsthafte gesundheitliche Probleme haben

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  • Das Fehlen von Träumen kann auf Gesundheitsprobleme hinweisen
  • Das stellte der Psychologe Dr. Rubin Naiman in einer Studie fest
  • Oben im Video seht ihr, wie Träumen eure Gesundheit beeinflusst

Was wir träumen, sagt viel über unser Unterbewusstsein aus. Schon Sigmund Freud versuchte Träume zu entschlüsseln und zu analysieren.

Doch genauso aufschlussreich, wie das Geträumte selbst, kann auch das Nicht-Träumen sein, wie der Psychologe Rubin Naiman erklärt.

“Heutzutage sehen zu viele von uns Träume auf die gleiche Weise wie Sterne – sie tauchen nachts auf und wirken wunderbar, aber sind viel zu weit entfernt, um relevant für unser Leben zu sein”, schreibt Naiman in seiner Studie, die in der wissenschaftlichen Fachzeitschrift “Annals of the New York Academy of Science” veröffentlicht wurde.

Traumverlust ist ein verkanntes Gesundheitsrisiko

Darin bezieht er sich auf über 70 Studien ab 1960 zu den Themen Träumen, Schlaf und deren Auswirkungen.

Denn laut dem Psychologen ist der Traumverlust ein unerkanntes Gesundheitsrisiko, das in unserem Leben still und leise Chaos anrichtet.

Wie relevant Träume für unser Leben und unsere Gesundheit sind, legt der Psychologe in seiner Studie dar. Dafür legt er zugrunde, dass Träume ein Zeichen für einen gesunden Schlaf sind.

REM-Schlafentzug kann unter anderem zu Depressionen führen

Zu dieser Ausgangslage kam Naiman durch die Analyse der Ursachen von REM-Schlafentzug.

Die Rapid-Eye-Movement-Phase (REM), ist eine Schlafphase, die meist gegen Ende der Nacht auftritt und bei Erwachsenen etwa 20 bis 25 Prozent der Schlafenszeit einnimmt.

Im REM-Schlaf finden die meisten Träume statt. Fehlt der REM-Schlaf, träumen wir weniger oder gar nicht. “Wir haben also mindestens so viel Traumentzug, wie Schlafentzug”, schreibt der Psychologe.

Der Körper braucht zwar grundsätzlich keinen REM-Schlaf zum Überleben. REM-Schlafentzug kann aber zu einer Reihe psychischer und körperlicher Probleme führen.

Schlaftabletten können Träume unterdrücken

Laut Naiman können verschiedenste Faktoren die REM-Phase negativ beeinflussen. Dazu gehören etwa Medikamente, Schlafstörungen, Medikamentenmissbrauch und Bestandteile des Lebensstils.

So sind etwa Alkohol und Cannabis eher als Schlafhilfe bekannt, sorgen aber dafür, dass die REM-Phase unterdrückt wird. Auch Schlaftabletten können dieselbe Wirkung haben.

Alltägliche Geräusche, wie Straßenlärm, das Vibrieren des Smartphones oder das Klingeln des Weckers können ebenfalls dazu führen, dass die REM-Phase nicht erreicht, oder unterbrochen wird.

Die gute Nachricht ist, dass wir selbst etwas gegen die fehlenden Träume tun können. Denn fast alle Auslöser dafür lassen sich ganz einfach beeinflussen.

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(ujo)

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