Wir haben eins der allerersten Elektroautos gekauft

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Heute wünschen sich viele ein Elektroauto – wer sich vor sieben Jahren eins geleistet hat, war ein Pionier. Zwei von ihnen erzählen hier, wie es damals war.

Heute ist der Nissan LEAF das erfolgreichste Elektroauto weltweit. Doch vor sieben Jahren war ein Auto, das an der Steckdose statt an der Zapfsäule betankt wird, noch ziemlich exotisch – das Fortbewegungsmittel der Zukunft eben. Und die ist jetzt.

Als der LEAF im Jahr 2010 erstmals verkauft wurde, wussten die meisten Menschen nicht, was ein Elektroauto ist oder wie es funktioniert. Anders die Kieferorthopädin Elinor Chalmers aus dem schottischen Dundee und die Verkaufsleiterin Fabrizia Gianì aus Rom. Beide haben sich damals an die neue Technologie herangetraut.

Sie waren Teil der ersten Welle einer echten Revolution. Für den Nissan LEAF entschieden sie sich, weil das Auto sowohl in der Anschaffung als auch in der Wartung günstig war. Schließlich steht LEAF für „Leading Environmentally-Friendly Affordable Family car“, also „Führendes umweltfreundliches günstiges Familienauto“. Ein massentaugliches Fahrzeug. Mit den Jahren kamen 300.000 weitere Käufer dazu. Mittlerweile sind sie alle zusammen 3,4 Milliarden Kilometer weit gefahren.

Was haben Early Adopter wie Elinor und Fabrizia erlebt? Warum haben sie sich überhaupt für ein E-Auto entschieden? Was halten sie von den Elektroautos von heute? Und wie hat sich ihre Einstellung zur Umwelt und zum Thema Nachhaltigkeit geändert?

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Über unsere Erde nachdenken

Zu Beginn waren Elinor und Fabrizia einfach neugierig auf den Nissan LEAF, weil sie sich um die Umwelt sorgten. „Ich finde, wir haben die Pflicht, unseren Kindern eine bessere Welt zu hinterlassen“, sagt Fabrizia. „Ein Transportmittel, das weder Abgase ausstößt noch Lärm macht, ist mir sehr wichtig. Außerdem war ich immer ein Early Adopter. Mit dem Nissan LEAF hatte ich die Möglichkeit, eine echte Innovation zu besitzen.“

Elinor interessiert sich für Umweltschutz, seit sie in der Schule darüber gelernt hat. „Der Klimawandel und ein grünes Leben haben mich seit jeher fasziniert“, sagt sie. „Mit dem Nissan LEAF bin ich zum ersten Mal in Kontakt gekommen, als das Modell Teil einer Taxiflotte in meiner Heimatstadt wurde.“

Da wurde ihr klar, dass der LEAF genau das richtige Modell für sie ist: „Ein Verbrennungsauto zu fahren, das war immer ein dunkler Fleck auf meinem Gewissen. Als ich dann ein E-Auto in Betrieb sah und herausfand, wie günstig es ist, habe ich mich dafür entschieden. Außerdem ist es ein gutes Gefühl zu wissen, dass mein Auto mit Elektronen aus Wind- oder Solarkraft läuft. Hier in Schottland gibt es einen starken Sektor der erneuerbaren Energien. Mein Energieversorger liefert ausschließlich Ökostrom.“

Energie aus der Steckdose

Damals, im Jahr 2010, standen Elektroautos unter keinem guten Stern: Es gab zu wenige Ladestationen, der Ladevorgang dauerte zu lange, die Reichweiten waren sehr kurz.

Elinor erinnert sich: „Ich hatte ein bisschen Angst, als ich die Schlüssel zu meinem LEAF bekommen habe. Bei der ersten Fahrt musste ich nämlich 145 Kilometer nach Hause fahren. Aber ich habe mich vorher informiert und herausgefunden, wo ich aufladen muss. Als ich unterwegs war, war ich wieder entspannt.“ Zudem hatte das Autohaus sie zuvor vier Tage Probe fahren lassen. Dadurch wusste Elinor bereits, wie es ist.

Seit 2010 ist die Zahl der Lademöglichkeiten enorm gestiegen. In Großbritannien etwa gab es nur ein paar Hundert Stück, als Elinor ihren LEAF kaufte. Mittlerweile sind es 4.100. Wenn es so weitergeht, gibt es schon in drei Jahren mehr Ladestationen als Tankstellen. „Für Leute wie mich, die zu Hause nicht aufladen können, macht das wachsende öffentliche Netzwerk es noch leichter, ein E-Auto zu fahren.“

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Erste Eindrücke

Aber wie ist es nun, den Wagen zu fahren? Was unterscheidet ihn von einem Diesel oder Benziner?

„Es ist ein komplett anderes Erlebnis“, sagt Fabrizia. „Als ich ihn das erste Mal gefahren bin, war die Ruhe des Motors das Aufregendste. Der Nissan LEAF ist viel einfacher zu fahren, weil er ein Automatikgetriebe hat. Außerdem ist die Beschleunigung einem Verbrenner deutlich überlegen.“

Der Meinung ist auch Elinor. „Das Drehmoment ist fantastisch. Das Gefühl der sofortigen Beschleunigung wird nie alt. Das Fahren ist auch sehr einfach, weil ich selten bremsen muss. Die regenerative Bremse verlangsamt das Auto, wenn man vom Gaspedal geht.“

Die erste große Überraschung für Elinor war allerdings das Design. „Es war, als würde man in etwas aus Star Trek steigen“, sagt sie. „Das liegt an dem futuristischen Display und dem witzigen Begrüßungsgeräusch, wenn man den Wagen anlässt. Die Stille im Inneren ist eins der ersten Dinge, das meinen Freunden auffällt, wenn ich sie mitnehme. Dadurch wird die Fahrt ruhiger. Oder ich kann meine Lieblingsmusik hören, ohne dass mich Motorgeräusche stören.“

Das Elektroauto im Alltag

Als sich Elinor und Fabrizia einmal an ihre Nissan LEAFs gewöhnt hatten, traten andere Vorteile für sie in den Vordergrund. Für Fabrizia gehört dazu, dass sie jederzeit durch den historischen Stadtkern von Rom fahren und Parkplätze eigens für E-Autos nutzen kann. Außerdem sparen sich beide Abgaben wie City-Maut und Steuern.

„Ich spare eine beträchtliche Summe“, sagt Elinor. „Außerdem sind die Wartungsgebühren sehr niedrig, weil es in einem Elektroauto sehr wenige bewegliche Teile gibt. In Schottland sind die meisten öffentlichen Ladestationen kostenlos. In Dundee kann man E-Autos kostenlos parken. Und mein Energieversorger räumt mir einen Rabatt bei der Stromrechnung ein.“

Einmal E-Auto, immer E-Auto

Ein Elektrowagen bietet so viele Vorteile – weder Fabrizia noch Elinor wollen jemals wieder etwas anderes fahren. „Ich würde mich jederzeit wieder dafür entscheiden“, sagt Fabizia. Elinor geht es genauso. „Ich habe noch immer den Nissan LEAF mit 24KW von damals“, sagt sie, „aber ich überlege, mir ein neues Modell zuzulegen. Ich will unbedingt mal eine Probefahrt machen.“

Seit dem Kauf ihrer Nissan LEAFs haben sowohl Fabrizia als auch Elinor ein wachsendes Interesse an dem Modell und an Elektroautos insgesamt bemerkt. „Regelmäßig sprechen mich Passanten an. Viele sind überrascht, wenn ich ihnen sage, wie groß die Reichweite ist und wie niedrig die Betriebskosten sind“, sagt Elinor. „Mein Cousin hat sich neulich auch einen Nissan LEAF gekauft. Andere Familienmitglieder und Freunde überlegen auch, ihn als ihr nächstes Auto zu nehmen.“

Wer sich früh für das Original-E-Auto entschieden hat, hat es nicht bereut. Und so langsam denkt auch der Rest der Welt so wie die ersten Käufer. „Seit ich den Nissan LEAF gekauft habe, haben sich mehrere Kollegen und Freunde auf die E-Auto-Revolution eingelassen. Hoffen wir mal, dass noch viele andere folgen“, sagt Fabrizia.

Sie und Elinor müssen es wissen. Sie gehören zu den ersten, die an den Wagen geglaubt haben, der später das meistverkaufte Elektroauto der Geschichte wurde.

Electrify the World ist eine Initiative von Nissan. Als Pionier im Bereich Elektromobilität glaubt Nissan daran, dass unser jetziges Handeln zu einer nachhaltigeren Zukunft beiträgt.

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