Vorwürfe gegen James Toback: Der nächste Skandal in Hollywood

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James Toback beim Filmfest in Cannes

Wie viele schmutzige Details werden in Hollywood noch enthüllt? Der Skandal um Filmmogul Harvey Weinstein (65) hat hohe Wellen geschlagen und nun kommen neue Fälle ans Licht. Über 30 Frauen beschuldigen den US-Regisseur James Toback (72, "Bugsy") der sexuellen Belästigung, wie die "Los Angeles Times" berichtet.

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Dem Bericht zufolge soll Toback die Frauen in den Straßen von New York angesprochen und versprochen haben, einen Star aus ihnen zu machen. Demnach habe er die Frauen in Hotelzimmern oder Parks getroffen und vorgegeben, dass es sich um ein geschäftliches Treffen handle. Bei den Gesprächen habe er mit sexuellen Eroberungen geprahlt und private Details erfragt, wie die bisher 38 Frauen der "Los Angeles Times" mitgeteilt haben. So wollte er etwa wissen, wie oft die Frauen masturbieren würden und wie viele Schamhaare sie hätten. Unter den Betroffenen befinden sich unter anderem Musikerin Louise Post (50), die Sängerin der Band Veruca Salt, sowie die Schauspielerinnen Adrienne LaValley und Terri Conn.

James Toback weist die Vorwürfe zurück. Er habe sich mit keiner dieser Frauen getroffen, antwortete er auf Nachfrage der "Los Angeles Times", und wenn es doch so gewesen sein sollte, habe es sich um lediglich fünf Minuten gehandelt und er habe daran keinerlei Erinnerung. Zudem gab er an, dass es für ihn "biologisch unmöglich" sei, so ein Verhalten an den Tag zu legen. Er leide an Diabetes sowie einer Herzerkrankung und benötige Medikamente. Weiter sei er darauf allerdings nicht eingegangen.

Seit den 1980er Jahren ist Toback mit seiner Frau Stephanie verheiratet. Sie haben einen gemeinsamen Sohn, Andre. Sein bekanntester Film ist "Bugsy" (1991) mit Warren Beatty, Harvey Keitel, Ben Kingsley und Annette Bening in den Hauptrollen. Er schrieb für den Streifen das Drehbuch und wurde dafür im Jahr 1992 für einen Oscar nominiert.

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