"Legebatterie" und "Käfighaltung": AfD-Abgeordnete klagen über zu kleine Büros

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  • Die Zahl der Abgeordneten im Bundestag ist von 631 auf 709 gestiegen
  • AfD-Mitglieder beschweren sich nun über zu wenig Platz in ihren Büro-Räumen
  • Wie einzelne Abgeordnete genau darüber denken, seht ihr im Video oben

Die AfD zieht in den Bundestag ein. Räumlich gesehen werden die Abgeordneten im ehemaligen DDR-Justizministerium in der Dorotheenstraße untergebracht sein. Einige der 92 Abgeordneten haben nun dort ihre Büros bezogen.

Durch Überhang- und Ausgleichsmandate ist die Zahl der Abgeordneten im 19. Deutschen Bundestag allerdings von 631 auf 709 angestiegen. Dies bedeutet nun, dass manche AfD-Abgeordnete sich ihre Büros mit Mitarbeitern und Parteikollegen teilen müssen.

Wie die “Welt” berichtet, hätten sich einige der dort stationierten AfD-Mitglieder allerdings schon über zu wenig Platz beschwert. Die neuen Räumlichkeiten seien mit Legebatterien verglichen worden, da sich nun zehn Mitarbeiter den Platz teilen müssten, der früher für nur einen vorgesehen wäre.

Wie die “Welt” weiter schreibt, hätte der Abgeordneter Peter Bystron gesagt, er habe in seiner früheren Firma Praktikanten besser untergebracht. Auch Thomas Seitz kritisiere das Parteigebäude scharf und hätte sogar das Wort “Käfighaltung” in den Mund genommen.

Lieber keine Wohnung, es könnte ja Neuwahlen geben

AfD-Politiker Uwe Schulz konnte der Situation allerdings etwas Positives abgewinnen: Er lobt die Hilfsbereitschaft aller Anwesenden und hätte sich besonders gefreut, als ihn ein CSU-Mitarbeiter beim Rauchen um einen Job gefragt hätte. "Wir haben aber schon alle Stellen vergeben", berichtet Schulz gegenüber der "Welt".

Auch außerhalb der Büroräume halten sich die Abgeordneten mit dem häuslichen Einrichten erst einmal zurück. Der bayerische Abgeordnete Stephan Protschka schließe das Scheitern der Koalitionsgespräche und somit Neuwahlen nicht aus, weshalb er vorerst einen billigen Preis für ein Hotelzimmer vereinbart habe.

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(ll)

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