Burka-Verbot: Kinder sind mit dem Parlamentsmaskottchen unterwegs - dann schreitet die Polizei ein

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  • In ├ľsterreich trat am 1. Oktober das Vollverschleierungsverbot in Kraft
  • Nun kommt es zu immer mehr anonymen Hinweisen an die Polizei
  • Zwei der skurrilen Vorf├Ąlle seht ihr im Video oben

Seit 1. Oktober dieses Jahres gilt in ├ľsterreich ein gesetzliches Vollverschleierungsverbot. Die Verh├╝llung des Gesichtes in ├Âffentlichen R├Ąumen ist nicht mehr l├Ąnger zul├Ąssig. Welche skurrilen Ausma├če die Regelung allerdings annimmt, zeigt nun ein Fall aus Wien.

Maskottchen Lesko musste sein Gesicht zeigen

F├╝r einen Filmdreh war das Parlamentsmaskottchen - der Hase Lesko - mit einigen Kindern unterwegs. Wie die "Tiroler Tageszeitung" berichtet, traf die Gruppe auf eine Polizeistreife, die aufgrund des neuen Gesetzes forderte, dass der Mann im Hasenkost├╝m sein Gesicht zeigen sollte. Das Parlamentsmaskottchen folgte den Instruktionen und nahm seinen Kost├╝m-Kopf ab, damit die Polizisten das Gesicht des Mannes sehen konnten.

Nach Pr├╝fung des Sachverhaltes wurde aber festgestellt, dass es sich bei dem Parlamentsmaskottchen um ÔÇťk├╝nstlerische Berufsaus├╝bungÔÇŁ handelte, und es gab keine Strafe.

Laut der ├Âsterreichischen Zeitung ÔÇťKurierÔÇŁ gab es seit Inkrafttreten des Gesetzes in Wien rund 30 polizeiliche Eins├Ątze aufgrund von Vollverschleierung, nur eine Handvoll davon betrafen allerdings muslimische Frauen.

Ein Lego-Ninja sorgt ebenfalls f├╝r Aufruhr

Von einem besonders absurden Fall berichtet das ├Âsterreichische Nachrichtenportal ÔÇťheuteÔÇŁ: Die Polizei habe in Wien k├╝rzlich sogar einen Lego-Store gest├╝rmt, da ein anonymer Anrufer sich wegen einer Vollverschleierung gemeldet hatte. Grund daf├╝r war das Kost├╝m eines Lego-Ninjas.

Die Polizei beklagt sich momentan ├╝ber sehr viele anonyme Hinweise. Die Vermutung liegt nahe, dass die meisten Anrufer das Gesetz gegen Vollverschleierung in seiner ganzen Absurdit├Ąt vorf├╝hren wollen.

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(lm)

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