Verfolgter türkischer Autor kehrt nach Deutschland zurück – am Flughafen wird es hässlich

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AKHANLI
Verfolgter türkischer Autor kehrt nach Deutschland zurück – am Flughafen wird es hässlich | dpa
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  • Der türkischstämmige Autor Dogan Akhanli ist nach Deutschland zurückgekehrt
  • Die Türkei hatte von Spanien seine Auslieferung verlangt
  • Am Düsseldorfer Flughafen wurde Akhanli auf Türkisch als "Landesverräter" beschimpft

Bei der Rückkehr des türkischstämmigen Autors Dogan Akhanli aus Spanien ist es am Donnerstagabend auf dem Düsseldorfer Flughafen zu einem Zwischenfall gekommen. Nur wenige Momente nachdem der Schriftsteller die Ankunftshalle betreten hatte, wurde er von einem Mann lautstark auf Türkisch beschimpft.

Ein Foto zeigt, wie sein Anwalt Akhanli festhält, der dem Mann offenbar ebenfalls etwas zuruft.

Nach Angaben von Akhanlis Anwalt Ilias Uyar bezeichnete der Mann den Schriftsteller unter anderem als "Landesverräter". Es kam zu einem längeren, erregten Wortwechsel zwischen den beiden. Der WDR filmte Teile der Konfrontation.

"Ich bin eigentlich mit sehr fröhlichen Gefühlen nach Deutschland gekommen", sagte Akhanli anschließend. Jetzt sei er aber durch den Vorfall doch etwas genervt. "Aber wahrscheinlich - in einer halben Stunde bin ich wieder fröhlich und locker."

Dem Anschein nach war der Mann ein Fahrer, der auf dem Flughafen auf einen Kunden wartete und die Ankunft zufällig mitbekam. Akhanli sagte, der Mann habe ihm auch zugerufen, dass "dieses Land" ihn nicht retten könne, egal wo er sei.

Die Türkei suchte ihn über eine Interpol-Liste

Akhanli war am 19. August während eines Urlaubs in Andalusien festgenommen worden - aufgrund einer sogenannten Red Notice bei der internationalen Polizeiorganisation Interpol im Auftrag der Türkei. Einen Tag später kam er unter Auflagen frei, durfte Spanien aber zunächst nicht verlassen.

Am Freitag vergangener Woche beschloss die spanische Regierung, den deutschen Staatsbürger nicht an die Behörden in Ankara auszuliefern.

"Die Verfolgungsjagd der Türkei ist gescheitert", sagte Akhanli in Düsseldorf. "Man sieht, dass dieses Land willkürlich Menschen verfolgt." Am Freitag will der 60-Jährige bei einer Pressekonferenz im Rathaus von Köln ausführlicher Stellung beziehen.

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