Als die Kölner Richterin die Schuhe des Angeklagten sieht, spricht sie ihn sofort frei

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RICHTERIN
Richterin erfährt, welche Schuhe der Angeklagte zum Tatzeitpunkt getragen hat - und spricht ihn sofort frei | iStock
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  • Der Obdachlose Monty K. ist am Donnerstag freigesprochen worden
  • Ihm wurde ein bewaffneter Raubüberfall vorgeworfen
  • Doch der Richterin war sofort klar, dass es sich nur um eine Verwechslung handeln kann

Monty K. verlässt das Kölner Landgericht als freier Mann. Der 32-jährige Obdachlose saß zuvor sechs Monate in Untersuchungshaft - er soll versucht haben, einen Netto-Markt zu überfallen. Bewaffnet mit einem Revolver.

Doch am Donnerstag sprach ihn die Richterin frei, offensichtlich lag eine Verwechslung vor. Das berichtet das Lokalportal "Express".

Im Februar 2017, als zwei Kassiererin gerade die Netto-Filiale öffnen wollen, hält ihnen ein Unbekannter eine Waffe an den Bauch. Er verlangt Geld und den Zutritt in den Laden. Er droht den Angestellten sogar mit dem Tod.

Der Raubüberfall geht schief, der Täter flüchtet. Eins der beiden Opfer identifiziert später Monty K. als Angreifer - der Obdachlose ist bereits polizeibekannt.

Der Täter soll in weißen Turnschuhen geflüchtet sein

Doch zu dem Zeitpunkt war der schwer herzkranke Monty K. im Krankenhaus. Er hatte Wasser in den Beinen, hätte so überhaupt nicht vom Tatort weglaufen können. Außerdem konnte er zu dieser Zeit nur Flip-Flops tragen. Der Täter soll aber in weißen Turnschuhen geflüchtet sein.

Als die Richterin das erfuhr, sprach sie den Mann frei.

"Ich halte es für wahrscheinlich, dass sie dem Täter ähnlich sehen. Sie sind freizusprechen und zu entschädigen", sagte die Richterin. Monty K. bekommt jetzt pro Tag, den er unschuldig im Gefängnis saß, rund 25 Euro.

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(jds)

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