Die Hauptstadt des Islamischen Staats ist gefallen – Bilder zeigen, dass es im Krieg keine Gewinner gibt

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  • Die Syrischen Demokratischen Kräfte haben die Stadt Rakka vom IS befreit
  • Die Stadt liegt nach den Kämpfen in Schutt und Asche
  • Im Video oben seht ihr Aufnahmen der zerstörten Stadt Rakka

Seit der 2014 war Rakka die Hochburg der Terrororganisation Islamischer Staat. Nach monatelangen Kämpfen gelang es den Syrischen Demokratischen Kräften (SDF), die Stadt zurückzuerobern – oder das, was noch davon übrig geblieben ist.

Denn Rakka liegt nach den Kämpfen in Schutt und Asche.

Wie sehr die Stadt und ihre Menschen unter den Kämpfen gelitten haben, wird auf Fotos deutlich, die auf der Seite "Raqqa is Being Slaughtered Silently" auf Facebook gepostet wurden. Dahinter steckt eine Kampagne, die sich seit drei Jahren gegen die Macht des IS in Rakka stark gemacht hat.


Knapp vier Monate dauerte der Krieg um die Stadt zwischen dem IS und den SDF
. An diesem Dienstag kapitulierten die letzten Radikalen des Islamischen Staates, als Mitglieder der kurdisch dominierten SDF auf das Gelände vordrangen. Sie hatten sich im einstigen Krankenhaus der Stadt verschanzt.

Talo Silo, der Sprecher der Syrischen Demokratischen Kräfte, bestätigte das Ende der Schlacht: Man sei nun dabei, die Stadt nach Sprengfallen und nach versteckten IS-Mitgliedern zu durchkämmen. Erst dann werde man den Sieg offiziell erklären.

Die Kämpfer wurden während der Schlacht von Luftangriffen der internationalen Anti-IS-Koalition unterstützt, die von den USA geführt wird.

Der IS nutzte Rakka, um Propagandavideos zu drehen und weltweite Anschläge strategisch zu planen. Dort legten die Terroristen außerdem fest, wann und wo Einzeltäter im Namen der Dschihadisten Anschläge verüben sollten.

Der Kampf um Rakka zwang tausende Menschen, die Stadt zu verlassen und forderte unzählige Leben. Von 27.000 Toten geht die Hilfsorganisation “Save the Children” aus.

Die Stadt, in der zuvor 200.000 Menschen lebten, ist größtenteils zerstört worden und deshalb unbewohnbar.

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(jds)

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