Dieses Da-Vinci-Gemälde enthält einen groben Fehler - Experten rätseln, wie es dazu kam

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  • Das Gemälde “Salvator Mundi“ von Leonardo da Vinci soll für knapp 85 Millionen Euro versteigert werden
  • Der berühmte Künster scheint sich bei dem Bild aber einen groben Schnitzer geleistet zu haben
  • Den offensichtlichen Fehler seht ihr oben im Video

Es soll das letzte Gemälde von Leonardo da Vinci sein, das sich derzeit noch in privaten Händen befindet. Es trägt den Titel “Salvator Mundi“ und soll am 15. November in New York versteigert werden. Und das für geschätzte 100 Millionen Dollar, also etwa 85 Millionen Euro. In dem Bild steckt jedoch ein gravierender Fehler.

Das geht aus einem Bericht des britischen “Guardian“ hervor. Das Gemälde ist ein Portrait von Jesus und zeigt, wie er mit der rechten Hand seinen Segen gibt. In der linken Hand hält er eine durchsichtige Glaskugel. Und genau dort steckt der Fehler.

Beim Blick durch die Glaskugel wird der Hintergrund nicht verzerrt dargestellt. Durch den Lichteinfall auf die Glaskugel und deren runde Form sollte der Hintergrund jedoch verkrümmt zu sehen sein. In seinem Buch "Leonardo da Vinci: die Biografie", das am 17. Oktober erschien, wundert sich auch Autor Walter Isaacson darüber.

Hat da Vinci den Fehler absichtlich begangen?

Der Schriftsteller fragt sich, wie einem so genialen Wissenschaftler, Künstler und Erfinder wie Leonardo da Vinci dieser Lapsus passieren konnte. Oder weshalb er die Kugel absichtlich ohne Lichtkrümmung dargestellt haben könnte. Isaacson schreibt, dass die Kugel zwar mit wissenschaftlicher Präzision gemalt sei, jedoch habe da Vinci es versäumt, die Verzerrung zu malen, die auftreten würde, wenn man durch eine klare Kugel schaue.

Eine solche durchsichtige Kugel produziere vergrößerte und verdrehte Bilder, wenn man hineinschaue. Der Teil der Robe von Jesus, der durch die Kugel zu sehen ist, müsse demnach verzerrt und gespiegelt dargestellt sein, so Isaacson. Warum die Kugel jedoch diesen grafischen Fehler enthält, weiß wohl letztendlich nur der Künstler selbst. Aber den kann man leider nicht mehr fragen.

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(jds)

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