Jeden Tag sterben weltweit 15.000 Kinder unter fünf Jahren

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HUNGERSNOT AFRIKA
dpa
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  • Alle sechs Sekunden stirbt ein Kind auf der Welt
  • Die häufigsten Ursachen dafür sind Frühgeburten, Komplikationen bei der Geburt, Lungenentzündungen, Durchfall, Sepsis und Malaria
  • Am schlimmsten betroffen sind Länder im südlichen Afrika und Südasien

Die weltweite Kindersterblichkeit hat sich in den letzten Jahrzehnten zwar halbiert. Dennoch starben im Jahr 2016 weltweit 5,6 Millionen Kinder unter fünf Jahren. "Das sind rund 15.000 Kinder am Tag, 640 Kinder pro Stunde, zehn Kinder pro Minute oder alle sechs Sekunden ein Kind", so die Ergebnisse des aktuellen Berichts von Unicef zur Schätzung der Kindersterblichkeit.

Am stärksten sind Länder im südlichen Afrika und Südasien betroffen - Somalia steht dabei an erster Stelle. Aus dem Unicef-Bericht geht hervor, dass "jedes achte Kind in Somalia seinen fünften Geburtstag nicht erlebt".

Die Ursachen dafür sind vielfältig. Die meisten Kinder sterben innerhalb des ersten Lebensmonats. Und zwar aufgrund der Folgen einer Frühgeburt, aufgrund von Komplikationen bei der Geburt, an Lungenentzündungen, Durchfall, Malaria oder einer Sepsis. Sobald Kinder älter als einen Monat sind, sinkt die Kindersterblichkeit.

Impfungen retten jährlich vielen Millionen Kindern das Leben

Damit die Kindersterblichkeit in Zukunft weiter sinkt, muss noch mehr Geld in Präventionen und Behandlungen investiert werden. In den letzten Jahren hat sich da schon viel getan: Impfungen retten jährlich Millionen Kindern das Leben, imprägnierte Moskitonetze schützen vor Malaria.

Mehr zum Thema: Alle 2 Minuten stirbt ein Kind an Malaria - ein neuer Impfstoff könnte das beenden

Viel zu tun ist noch in der Begleitung von schwangeren Frauen und Neugeborenen. Vorsorgeuntersuchungen werden zu wenig genutzt und bei ungefähr einem Viertel der Geburten ist weder ein Arzt noch eine Hebamme dabei.

Laut dem Bericht von Unicef ist es deshalb nötig, mehr in die öffentliche Gesundheitsversorgung zu investieren, "zum Beispiel in den Bau und die Ausstattung von Geburtsstationen". Aber auch "die Ausbildung und Schulung von Ärztinnen und Ärzten, Krankenschwestern, Hebammen und Gesundheitshelfern" muss verbessert werden.

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(ame)

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