Es gibt heute 80 Prozent weniger Insekten als vor 30 Jahren - das wird schlimme Folgen haben

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  • In einer jahrzehntelangen Untersuchung fanden Forscher heraus, dass es immer weniger Insekten gibt
  • Das wird gravierende Folgen fĂĽr alle Lebewesen und Ă–kosysteme haben
  • Eine Zusammenfassung des Textes seht ihr oben im Video

Auch wenn der eine oder andere über den Sommer ein anderes Gefühl gehabt haben könnte: Experten haben herausgefunden, dass es heute 80 Prozent weniger Fluginsekten gibt als noch vor 27 Jahren.

Und das wird dramatische Folgen haben. Der Grund: Der Verlust der Insekten wird sich negativ auf andere Lebewesen auswirken und kann zudem immense Folgen fĂĽr die Ă–kosysteme haben.

Dadurch kann die natürliche Nahrungskette zusammenbrechen. Denn Insekten sind nicht nur Bestäuber, sondern auch Nahrung für Vögel und andere kleine Lebewesen.

Insektensterben hat Folgen fĂĽr alle Lebewesen

Zwischen 1989 und 2016 sammelte der Entomologische Verein Krefeld Daten, die auf das Insektensterben hindeuten. Der Wissenschaftler Caspar Hallmann von der niederländischen Radboud University in Nijmegen wertete die Ergebnisse der Vereins aus.

In einem Beitrag für das Fachmagazin “Plos One” äußerten sich unabhängige Forscher aus Deutschland, Großbritannien und den Niederlanden zu den Daten.

“Die Tatsache, dass die Zahl der fliegenden Insekten auf einer großen Fläche so drastisch sinkt, ist eine alarmierende Entdeckung”, erklärt Hans de Kroon, Wissenschaftler an der Radboud University in den Niederlanden. Laut dem Beitrag sollen unter anderem der Klimawandel und der Verlust von Lebensräumen Gründe für das Insektensterben sein.

Weitere Untersuchungen sind essentiell

Die Forscher sind sich einig: Weitere Arbeiten sind dringend notwendig. Vor allem müsse untersucht werden, inwiefern größere Insekten und Insekten, die nicht fliegen können, betroffen sind und, wie groß die Auswirkungen auf den Menschen sind.

Bis dahin hat De Kroon einen dringenden Appell: “Wir müssen aufhören, die Dinge zu tun, von denen wir wissen, dass sie negative Auswirkungen haben. Dazu gehören der Einsatz von Pestiziden und das Verschwinden von Ackerlandgrenzen, die von Blumen abgegrenzt werden.”

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