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19/10/2017 12:11 CEST | Aktualisiert 24/10/2017 09:27 CEST

Seit Donnerstag gelten neue Verkehrsregeln: Wem jetzt hohe Strafen drohen

  • Wer die Rettungsgasse ignoriert, muss zehnmal mehr zahlen als bisher

  • Illegale Autorennen gelten dann außerdem zudem als Straftat

  • Und welche Neuerung des Bußgeldkatalogs Verkehrsteilnehmer jetzt wissen müssen, zeigt das Video oben

Autofahrer und Biker aufgepasst: Ab dem 19. Oktober gelten strengere Verkehrsregeln auf den deutschen Straßen. Wer sie missachtet, dem drohen teils hohe Bußgelder.

So auch Gaffern, die die Rettungsgasse blockieren und den Einsatzkräften das Leben schwer machen. Obwohl sie die Rettung dadurch behinderten, mussten die Autofahrer, die keine Notgasse bildeten, bisher nur 20 Euro Strafe zahlen.

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Wer die Rettungsgasse blockiert, muss zahlen

Da hat der Gesetzgeber nun nachgebessert. Wer etwa bei stockendem Verkehr nicht die Rettungsgasse bildet, muss mit einer Strafe von mindestens 200 Euro rechnen. Im Einzelfall sind auch bis zu 320 Euro und ein Monat Fahrverbot möglich.

Und die Arbeit von Polizei, Sanitätern und Feuerwehr sollte man nicht nur im Stau achten. Wer Einsatzwagen mit Blaulicht und Einsatzhorn nicht sofort den Weg freimacht, dem droht ab dem 19. Oktober ein Bußgeld von mindestens 240 Euro und ein Monat Fahrverbot.

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Handy und Verhüllung am Steuer sind verboten

Auch eine andere Regel hat mancher vielleicht noch nicht so recht ernst genommen: das Handyverbot. Wer Smartphone, Tablet und Laptop aber nun während des Autofahrens ohne Halterung und Freisprechfunktion benutzt, dem droht ein Bußgeld in Höhe von 100 Euro. Die Radler müssen im Ernstfall 55 Euro zahlen.

Zudem gilt jetzt ein Verhüllungsverbot beim Autofahren - damit man den Lenker auf den Blitzerfotos erkennt. Burka und Nikab sind damit ebenso tabu wie Ski- oder Faschingsmaske. Bei Verstößen droht ein Bußgeld in Höhe von 60 Euro.

Den kompletten Bußgeldkatalog für den Verkehr in Deutschland findet ihr hier

Rasen ist jetzt eine Straftat

Illegale Autorennen gelten nach der Änderung übrigens nicht mehr als Ordnungswidrigkeit, sondern als Straftat. Wer solche Rennen also veranstaltet oder daran teilnimmt, muss mit einer Geldstraße oder bis zu zwei Jahren Haft rechnen. Kommt gar ein Mensch bei einem solchen Raser-Event zu Schaden oder stirbt, ist eine Haftstraße bis zu zehn Jahren möglich.

Die Gesetzesverschärfung betrifft übrigens auch rücksichtslose Raser, abseits von einem Rennen.

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