Soldaten-Witwe trauert um toten Ehemann – Donald Trump macht es noch schlimmer

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  • Wieder einmal hat sich US-Präsident unangemessen gegenüber Familienangehörigen von verstorbenen Soldaten verhalten
  • Er soll mit der Witwe eines gefallenen Soldaten am Telefon respektlos gesprochen haben
  • Anschließend bezeichnete Donald Trump die Berichte zwar als Fake-News, doch die Mutter des Toten bestätigt den Vorfall
  • Die wichtigsten Infos des Textes seht ihr zusammengefasst auch im Video oben

Der Schmerz muss für Myeshia Johnson unermesslich sein. Die 24-jährige, Mutter von zwei Kindern und im sechsten Monat schwanger, hat ihren Ehemann verloren. La David Johnson, Sergeant in der US-Armee, geriet bei einem Einsatz in Niger in einen Hinterhalt.

Donald Trump hat das Leid der Witwe jetzt noch weiter vergrößert: Der US-Präsident rief Johnson an, als sie gerade auf dem Weg zum Flughafen in Miami war, um dort den Leichnam ihres getöteten Mannes zu empfangen.

Unsensibel habe Trump der Witwe gesagt, ihr Mann habe ja "gewusst, worauf er sich einließ, als er sich für die Armee verpflichtete".

Dann soll der US-Präsident ergänzt haben: "Aber ich nehme an, es tut trotzdem weh." Die demokratische Abgeordnete Frederica Wilson soll diese Aussage gehört haben, weil sie mit der Trauernden im Wagen saß.

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Myeshia Johnson trauert am Sarg ihres getöteten Ehemannes

Trump soll den Namen des getöteten Soldaten vergessen haben

Und es geht noch weiter: Trump habe sich in dem mehrminütigen Telefonat nicht an den Namen von La David Johnson erinnern können. "Das war das Schlimmste. Die Frau hat geweint, hat sich gekrümmt und ist fast zusammengebrochen", berichtete Wilson später von dem Vorfall.

Trump selbst hätte zu seinem wohlmöglichen Fauxpas stehen und sich bei Johnson entschuldigen können. Insbesondere auch, weil es in dieser Woche nicht der erste Ausfall des US-Präsidenten im Bezug zu gefallenen Soldaten war.

Doch Trump ging zum Gegenangriff über. Auf Twitter schimpfte er: Die demokratische Kongressabgeordnete habe den Vorfall "komplett erfunden". Er habe Gegenbeweise. Den Beitrag beendete er mit dem für ihn typischen "Traurig!" - allerdings bezogen auf die angebliche Fake-News und nicht den Tod des Soldaten.

Die Mutter des Verstorbenen bestätigt die Geschichte

Allerdings bestätigte am Mittwoch Cowanda Jones-Johnson, die Mutter des Verstorbenen, die Darstellung der demokratischen Politikerin. Auch aus Sicht von Jones-Johnson habe sich Trump "respektlos" gegenüber ihrer Familie verhalten.

Auch Wilson sah sich genötigt, Stellung zu beziehen und bekräftige ihre Darstellung in einer Pressemitteilung.

Der Fall sei für sie "ein persönlicher und kein politischer", sagte die Abgeordnete. "Sergeant Johnson war ein Mitglied meiner Community und eines von mir gegründeten Projekts, wo ich versuche, farbigen Jungs bei einer erfolgreichen Zukunft zu helfen."

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(ujo)

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