"Angst vor AfD": Vorschlag die "Tagesschau" abzuschaffen, sorgt für Wirbel

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  • Der Deutsche Kulturrat hält die Vorstöße zur Abschaffung der ARD für "sehr irritierend"
  • Das geht aus einer Meldung des Online-Magazins "DWDL" hervor
  • Im Video oben erfahrt ihr mehr dazu

Kulturrats-Geschäftsführer Olaf Zimmermann sagte: "Die Angst einiger Politiker vor der AfD schlägt zurzeit schon seltsame Blüten. Quasi im vorauseilenden Gehorsam wird die Abschaffung der ARD als bundesweiter Sender gefordert".

Der Deutsche Kulturrrat ist der Dachverband der deutschen Kultur-Verbände.

Der für Medien zuständige Chef der Staatskanzlei von Sachsen-Anhalt, Rainer Robra (CDU), hatte am Dienstag gefordert, die ARD solle "ein Schaufenster der Regionen" mit ausführlicher Regionalberichterstattung werden. Formate mit bundespolitischem Anspruch wie das Kanzlerduell vor der Bundestagswahl, aber auch Hollywoodfilme sollten hingegen alleine im ZDF laufen.

Robra, der auch im ZDF-Fernsehrat sitzt, wolle nur das Zweite Deutsche Fernsehen als überregionalen nationalen öffentlich-rechtlichen Sender erhalten. Auch die im Ersten laufende "Tagesschau" wäre laut Robra "in dieser Form überflüssig".

Die Abschaffung der ARD sei keine Option

Die ARD und ihre Landesrunfunkanstalten, das ZDF, der Deutschlandfunk und die Spartenkanäle würden einen Strauß an öffentlich-rechtlichen Sendern bilden und das habe sich bewährt, so der Kulturrat. Die Sender würden "die Meinungsvielfalt in unserem Land nachhaltig unterstützen". Für den Kulturrat sei eine Abschaffung der ARD als nationales Programm keine Option.

Am Donnerstag beginnt in Saarbrücken die Jahreskonferenz der Ministerpräsidenten, in der es auch im die öffentlich-rechtlichen Sender gehen soll. "Die Existenzberechtigung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks kann nicht zur Disposition stehen", erklärte auch DJV-Bundeschef Frank Überall am Mittwoch in Berlin.

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(lp)

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