Sachsens Regierungschef Tillich tritt zurück

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Sachsens Regierungschef Tillich tritt zurück | DPA
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  • Sachsens Ministerpräsident Tillich ist zurückgetreten
  • Der CDU-Politiker reagierte damit auf das schwache Abschneiden bei der Bundestagswahl

Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich tritt zurück. Der CDU-Ministerpräsident reagierte damit auf das desaströse Abschneiden der Union bei der Bundestagswahl, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Mittwoch aus der CDU.

"Für eine gute Zukunft Sachsens sind auch neue Antworten wichtig. Es braucht den Mut, gewohnte Bahnen zu verlassen", sagte Tillich demnach. Deshalb habe er sich entschlossen, die Verantwortung in jüngere Hände zu übergeben.

Tillich war seit 2008 Ministerpräsident von Sachsen.

Nachfolger soll demnach der sächsische CDU-Generalsekretär Michael Kretschmer werden. Der 42-Jährige aus Görlitz hatte bei der Bundestagswahl sein Direktmandat verloren und sitzt künftig nicht mehr im Bundestag.

Bei der Bundestagswahl am 24. September war die AfD in Sachsen stärkste politische Kraft geworden und hatte dabei auch die seit der Wende im Freistaat regierende CDU um 0,1 Prozent übertroffen. Seit Tagen wurde im Freistaat über eine größere Regierungsumbildung spekuliert.

Ende September war bereits Kultusministerin Brunhild Kurth (CDU) zurückgetreten. Sie hatte private Gründe angegeben.

Der CDU-Bundestagsabgeordnete Sebastian Steineke sprach Tillich seinen Respekt aus. Der Ministerpräsident übernehme im Gegensatz zum brandenburger SPD-Ministerpräsident Dietmar Woidke Verantwortung für das Ergebnis auf Bundesebene.

CDU-Generalsekretär Peter Tauber dankte Tillich für seinen Einsatz. Tauber schrieb: Er hat sich um Sachsen verdient gemacht und war ein starker Vertreter der Interessen seiner Heimat.

Nach der Wahl hatte Tillich eine schärfere Asyl- und Einwanderungspolitik gefordert und von seiner Partei verlangt, die Lücke nach rechts zu schließen. Die sächsischen Landräte hatten von ihm darüber hinaus weitere Konsequenzen gefordert.

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