VW T-Roc im Test: Schicker Lifestyle-SUV für die Stadt

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Schicker Lifestyle-SUV für die Stadt: der neue VW T-Roc

Volkswagen-Freunde, denen der Golf zu langweilig ist, haben eine echte Alternative - den T-Roc. In ihm steckt die gleiche Technik, auch im Preis gibt es keinen großen Unterschied. Dafür ist der Neue wesentlich cooler im Auftritt.

Meistens fuhr Volkswagen, wenn es um neue Trends geht, ein paar Jahre hinterher. Wir erinnern uns nur an Touran oder Tiguan. Aktuell allerdings polieren die Wolfsburger ihren Ruf auf. In wenigen Wochen steht der T-Roc beim Händler, ein SUV auf Basis des Golf. Er soll genau in jene Lücke fahren, die der Tiguan zurückgelassen hat und die sich City-SUV-Segment nennt. Hier tummeln sich zwar in erster Linie schon der Renault Captur oder der Peugeot 2008. Aber der Kuchen ist längst nicht verteilt. Kia kommt mit dem Stonic, Hyundai mit dem Kona, Seat mit dem Arona und Opel mit dem Crossland X.

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Als Studie "T-Prime Concept GTE" war der Golf-SUV bereits 2016 zu sehen. Sein Design ist coupéhafter als beim Tiguan. Hängen bleibt der Blick vor allem am Hüftschwung im hinteren Kotflügel. Der T-Roc wirkt längst nicht so bieder wie ein Golf. Er macht mehr auf Lifestyle. Vor dem Straßen-Café kommt das natürlich eine ganze Ecke cooler rüber.

Fahrkomfort wie beim Golf - nur höher

Wie viele seiner Artgenossen im Konzern steht der 4,23 Meter lange T-Roc auf der Plattform MQB. Damit sind auch weitgehend seine Antriebe definiert. Sie reichen vom 1.0-Liter-Dreizylinder bis zum 2.0-Liter-Vierzylinder und von 115 bis 190 PS. Alle Motoren sind Direkteinspritzer mit Turboaufladung. Auf Wunsch gibt es Siebengang-DSG-Getriebe und Allradantrieb (Serie bei den Topversionen).

Der T-Roc hat im Vergleich zum Tiguan ein cooleres Design

Die Volumenmotorisierung beim T-Roc dürfte der neu entwickelte 1,5-Liter-TSI mit Zylinderabschaltung werden (150 PS). Ihn hätten wir natürlich gerne für eine erste Testfahrt gehabt. Doch hat Volkswagen uns lediglich den Zweiliter-Turbobenziner mit 190 PS hingestellt. Klar, dass der die Wurst locker vom Teller zieht und äußerst gut am Gas hängt. Wäre auch traurig, wenn nicht. Er macht auch deshalb so viel Spaß, weil die Ingenieure es schafften, das maximale Drehmoment (320 Nm) bereits auf 1.500/min zu legen, früher als es der Zweiliter-Diesel schafft.

Bei den Fahreigenschaften ist der T-Roc dem Golf ebenbürtig

Doch es ist nicht nur der Motor, der einem das Gefühl gibt, ein gut gemachtes Auto unter dem Hintern zu haben. Der T-Roc ruht in sich, verbreitet keine Hektik. Die gesamte Abstimmung passt. Direkte Lenkung, steife Karosserie, geringe Abrollgeräusche, gute Sitzposition. Zudem ein klasse Fahrwerk, das straff und zielgenau durch die Kurven geht, aber in Längsrichtung ausreichend komfortabel bleibt. Eigentlich kann man sagen, der T-Roc fährt wie ein Golf, nur dass man ein Stück höher in ihm sitzt sowie leichter ein- und aussteigt.

Auf der Rücksitzbank geht es merkwürdigerweise etwas enger zu als im nochmals kleineren Seat Arona. Bei Erwachsenen stoßen die Knie leicht gegen die Vordersitzlehnen. Der Kofferraum selbst ist größer als jener im Golf. 445 Liter gibt VW als Nettovolumen an. Mehr anfangen lässt sich vielleicht mit der Ladefläche. Sie misst 99 x 78 Zentimeter. Es bleibt jedoch eine kleine innere Ladekante von drei Zentimetern. Liegen die Lehnen flach, steigt die Kapazität auf 1.290 Liter.

Auch mit der Cockpit-Optik wirbt VW um die jüngere Generation

Intensives Werben um die junge Generation

Wie stark Volkswagen mit dem T-Roc die junge Generation ansprechen will, zeigt unter anderem die Bi-Color-Optik. Das farblich abgesetzte Dach - vier Töne sind möglich - lassen in Verbindung mit elf Karosseriefarben, zwei Ausstattungslinien (Style und Sport) und diversen Interieur- und Dekor-Farben eine Menge an individuellen Kombinationen zu. Mini hat mit dieser Mode ja mal angefangen. Heute betreiben dieses Marketingkonzept ein gutes Dutzend Marken, auch Opel ist dabei.

Der Kofferraum des T-Roc ist größer als der des Golf

Ebenfalls in Richtung jung zielen Dinge wie USB-Ports, induktive Ladung fürs Smartphone, virtuelles Cockpit, diverse Online-Services (Spritpreise, Parkplätze, Wetter, Verkehr) und Apps, MirrorLink, Apple CarPlay und Android Auto von Google. Nicht zu vergessen das 8-Kanal-Soundsystem mit 300 Watt vom US-Audiospezialisten Beats.

Derzeit ganz vorn in seinem Segment fährt der T-Roc, geht es um das Thema Assistenzsysteme. Kein Konkurrent lässt sich mit bis zu 13 elektronischen Helferlein aufrüsten oder hat Front Assist mit Fußgängererkennung und City-Notbremsfunktion sowie Lane Assist serienmäßig an Bord. Wer das alles haben möchte (muss), treibt natürlich den Preis des T-Roc locker über die 30.000-Euro-Marke. Die Basis beginnt bei 20.390 Euro. Dafür gibt es 115 PS, drei Zylinder und sechs manuelle Gänge.

Bei einem SUV-Derivat wie dem T-Roc beschleicht einen ja stets der Verdacht, dass die Konzerne gegenüber dem normalen Auto (hier Golf) gern abzocken. Frei nach dem Motto: gleicher Herstellungspreis, gleiche Antriebe, gleiche Größe, aber preislich ein dicker Lifestyle-Aufschlag. Dem ist nicht so, sagt zumindest VWs Produktreferent Hannes Vogelmann. "Der T-Roc bewegt sich auf gleichem Niveau wie ein leistungs- und ausstattungsmäßig vergleichbarer Golf."

Technische Daten VW T-Roc 2.0 TSI: Motor: 2,0-Liter-Vierzylinder-Benziner, Leistung: 190 PS (140 kW) bei 4.180 bis 6.000 U/min, Drehmoment: 320 Nm bei 1.500 bis 4.180 U/min, Getriebe: 7-Gang-DSG, Allradantrieb, 0-100 km/h: 7,2 s, Höchstgeschwindigkeit: 216 km/h, Verbrauch: 6,7 l/100 km, CO2: 152 g/km, Länge: 4,23 m, Breite: 1,81 m, Höhe: 1,57 m, Leergewicht: 1.495 kg, Kofferraum: 445 bis 1.290 l, Listenpreis: 30.800 Euro.

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