Nordkorea droht: "Atomkrieg könnte jederzeit ausbrechen"

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  • Der nordkoreanische Botschafter warnt vor einem Atomkrieg mit den USA
  • Wenn das amerikanische Militär weiter in das Einzugsgebiet Nordkoreas vordringe, werde es einen Vergeltungsschlag geben
  • Eine Zusammenfassung des Textes seht ihr oben im Video

Nordkoreas stellvertretender UN-Botschafter Kim In Ryong hat vor den Vereinten Nationen vor dem Ausbruch eines Atomkriegs gewarnt.

Die Situation in Nordkorea habe einen “sehr riskanten Punkt erreicht und ein Atomkrieg könnte jeden Moment ausbrechen”, sagte Kim In Ryong am Montag vor dem Abrüstungsausschuss der UN. “Kein anderes Land auf der Welt hat für so eine lange Zeit eine solch extreme und direkte nukleare Bedrohung von den USA hinnehmen müssen”, klagte er.

Nordkorea unterstütze die Bemühungen der Vereinten Nationen um eine nukleare Abrüstung auf der Welt. Aufgrund der aktuellen Bedrohung durch die Vereinigten Staaten sei für sein Land eine Unterzeichnung des internationalen Atomwaffensperrvertrags jedoch nicht möglich, machte Kim In Ryong deutlich.

Trump will das nukleare Arsenal aufstocken

In jüngster Vergangenheit hat es immer wieder Hinweise darauf gegeben, dass Donald Trump eine nukleare Antwort auf die Nordkorea-Frage in Erwägung zieht. Erst vor einigen Tagen berichteten US-Medien, der Präsident habe bei einem Treffen zur Inneren Sicherheit im Sommer Interesse daran bekundet, das nukleare Arsenal des Militärs um das zehnfache aufzustocken. Trump dementierte den Bericht später.

Mehr zum Thema: UN-Rede: Donald Trump droht Nordkorea mit "völliger Zerstörung"

Kim In Ryong drohte den Vereinigten Staaten nun damit, dass sie bei einem weiteren Vordringen in den militärischen Einzugsbereich Nordkoreas mit einem Vergeltungsschlag zu rechnen hätten.

"Bis die erste Bombe fällt"

Der nordkoreanischen Außenminister Ri Yong-ho hatte Ende September seinerseits bei einer Rede bei der Generaldebatte der Vereinten Nationen gewarnt: "Trumps Beleidigungen machen es unausweichlich, dass unsere Raketen das Festland der USA heimsuchen." Yong-ho bezog sich damit auf die Twitter-Tiraden des amerikanischen Staatsoberhaupts, in denen er Kim Jong-un wiederholt als “kleinen Raketenmann” bezeichnet hatte.

Am Sonntag hatte US-Außenminister Rex Tillerson bekräftigt, dass die Vereinigten Staaten um eine diplomatische Lösung im Konflikt mit Nordkoreas Atom- und Raketenprogramm bemüht seien: “Diese diplomatischen Bemühungen werden weitergehen, bis die erste Bombe fällt”, sagte Tillerson dem Sender CNN.

Mit Material der dpa.

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(ll)

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