Infektion: Mutter bekommt Sohn - kurz danach verliert sie Arme und Beine

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LINDSEY
Die Kanadier Lindsey und Mike sind im März Eltern eines kleinen Sohnes geworden. | Gofundme/Privat
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  • Lindsey kommt mit Unterleibsschmerzen ins Krankenhaus - die Ärzte vermuten eine Verstopfung
  • Am nächsten Tag ist klar: Sie litt nach der Geburt an einer nekrotisierenden Fasziitis
  • Sieben Monate und mehr als 14 Operationen später will die Familie das Krankenhaus verklagen

Die Kanadier Lindsey und Mike sind im März Eltern eines kleinen Sohnes geworden. Komplikationen nach der Geburt veränderten innerhalb von wenigen Tagen das Leben der kleinen Familie komplett.

Wegen einer Infektion verlor die junge Mutter Arme und Beine, wie jetzt der TV-Sender CTV News berichtet.

Die 33-Jährige war nach der Geburt gerade entlassen worden, als sie Unterleibsschmerzen bekam. Ihr Verlobter brachte sie am nächsten Tag zurück ins Krankenhaus von Halifax. Die Ärzte diagnostizierten eine Verstopfung und schickten die junge Frau nach Hause, sagte Mike dem Sender.

Doch ihr Leiden wurde stärker. Wieder fuhr das Paar ins Krankenhaus. Und es stellte sich heraus: Die Verstopfung war offensichtlich eine schreckliche Fehldiagnose.

Fleischfressende Bakterien belasteten den Körper der jungen Mutter

Lindsey hatte eine nekrotisierende Fasziitis – eine schwere Infektionskrankheit, die Haut und Muskeln absterben lässt. Laien sprechen auch von fleischfressenden Bakterien.

Vermutlich durch eine Verletzung der Plazenta waren diese in Lindseys Körper eingedrungen, sagte Mike.

Um das Leben der Mutter zu retten, operierten Ärzte sie mehr als 14 Mal. Sie amputierten ihr Arme und Beine. Zuvor drohten ihre Organe zu versagen, schrieb ihre Schwägerin auf der Plattform "Gofundme". Sie sammelt auf der Plattform Spenden, da die Pflege von Lindsey teuer ist.

Lindsey verpasste die ersten sieben Monate ihres Sohnes

Bereits sieben Monate verbrachte die Kanadierin im Krankenhaus. Ein Ende ist nicht in Sicht. Sie benötigt dem Sender zufolge eine Nierentransplantation.

Das bedeutet: Die Kanadierin hat die ersten sieben Monate ihres kleinen Sohnes im Krankenhaus verbracht - und nicht bei ihm. Doch Lindsey habe sich ihre Fröhlichkeit bewahrt, sagte der Verlobte dem Sender. "Sie ist glücklich, überlebt zu haben."

Das Krankenhaus will das Paar nun aber verklagen. Ihr Anwalt sagte CTV News zufolge, dass ein Großteil oder gar der komplette Schaden hätte verhindert werden können, wenn seine Mandantin ordentlich behandelt worden wäre.

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