Serienstar America Ferrera wurde als Kind sexuell missbraucht

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America Ferrera auf einem Event in Pasadena

Nach den Missbrauchsenthüllungen rund um Filmmogul Harvey Weinstein (65), rief "Charmed"-Star Alyssa Milano (44) Frauen dazu auf, auf den Social-Media-Kanälen den Hashtag #MeToo (zu Deutsch: "Ich auch") zu posten, wenn sie in ihrem Leben schon einmal Opfer eines sexuellen Übergriffs wurden. Dies sollte ein für alle Mal verdeutlichen, welches Ausmaß dieses Problem tatsächlich hat. Zehntausende meldeten sich innerhalb kürzester Zeit. Auch einige Prominente antworteten auf die Aufforderung, darunter "Ugly Betty"-Star America Ferrera (33), die auf Instagram erzählte, dass sie bereits als Kind missbraucht wurde.

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"Ich habe es keinem erzählt"

"Ich auch", eröffnet Ferrera ihren Eintrag. Sie schreibt, dass sie sich daran erinnern könne, dass sie erst neun Jahre jung war, als sie zum ersten Mal sexuell genötigt wurde. "Ich habe es keinem erzählt und die ganze Zeit mit der Scham und der Schuld gelebt und gedacht, dass ich, ein neunjähriges Kind, auf irgendeine Weise für die Taten eines erwachsenen Mannes schuldig war." Täglich habe sie den Mann noch viele Jahre sehen müssen. Er habe sie angelächelt und gewunken. Sie habe nur geschaut, dass sie schnellstmöglich an ihm vorbei komme, "tief in meinem Inneren die Last von all dem, von dem nur er und ich wussten - dass er erwartete, dass ich meinen Mund halte und zurücklächle."

#metoo

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Doch nicht nur mit dem Teilen ihrer Geschichte will sie anderen Opfern Mut machen, auch mit ihren Worten: "Ladys, lasst uns das Schweigen brechen, sodass die nächste Generation an Mädchen mit diesem Bullshit nicht leben muss." Neben Ferrera meldeten sich unter anderem auch Anna Paquin (35, "True Blood") und Debra Messing (49, "Will & Grace") auf Twitter mit einem einfachen #MeToo zu Wort.

Etwas ausführlicher wurde "Westworld"-Star Evan Rachel Wood (30). Sie schrieb: "Einmal vergewaltigt zu werden machte es leichter wieder vergewaltigt zu werden. Ich bin instinktiv heruntergefahren. Mein Körper hat sich daran erinnert, also hat er mich beschützt. Ich bin verschwunden. #metoo". Model Suki Waterhouse (25) entschied sich dazu weniger ihren Schmerz zu teilen, als vielmehr anderen Opfern Mut zuzusprechen: "An alle Frauen, die ihre Geschichten teilen: Ihr seid nicht allein und wir verstehen euch. #MeToo"

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