Außenminister Tillerson zu Nordkorea: USA werden verhandeln, "bis die erste Bombe fällt"

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NORDKOREA
Außenminister Tillerson und US-Präsident Trump | dpa
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  • Südkorea und die USA haben ein großes Seemanöver begonnen
  • Es wird die Spannungen mit Nordkorea erhöhen
  • Noch am Tag zuvor hatte sich der US-Außenminister für Diplomatie ausgesprochen

Der Konflikt um Nordkoreas Atomprogramm hat sich in den vergangenen Wochen immer weiter zugespitzt. Jetzt haben die Streitkräfte der USA und Südkoreas ein großes Seemanöver vor der Küste der koreanischen Halbinsel begonnen.

An dem fünftägigen Manöver werden sich etwa 40 Marineschiffe einschließlich des Flugzeugträgers USS Ronald Reagan sowie zweier US-Zerstörer beteiligen, wie ein Sprecher des Verteidigungsministeriums in Seoul am Montag mitteilte. Nach Angaben der 7. Flotte der US-Kriegsmarine soll die Übung "einen sichtbaren und koordinierten Einsatz der Allianz" demonstrieren.

Nordkorea wertet Manöver als Aggression

Die Übungen sollen sowohl im Japanischen Meer als auch im Gelben Meer vor der Westküste stattfinden. Beide Verbündeten halten regelmäßig gemeinsame Übungen zu Wasser, Land und in der Luft ab. Nordkorea wirft den USA vor, durch ihre Manöver mit Südkorea einen Angriff vorzubereiten, was beide Länder bestreiten.

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In den vergangenen Monaten hatten sich die Spannungen in der Region deutlich verschärft. Am Sonntag betonte Außenminister Rex Tillerson jedoch, dass Präsident Donald Trump eine diplomatische Lösung im Konflikt um Nordkoreas Atom- und Raketenprogramm wolle.

"Diese diplomatischen Bemühungen werden weitergehen, bis die erste Bombe fällt", sagte Tillerson dem Sender CNN. Trump hatte mehrfach mit Alleingängen gegen die kommunistische Führung in Pjöngjang gedroht.

Der UN-Sicherheitsrat hatte nach dem sechsten Atomtest Nordkoreas vom 3. September die Sanktionen gegen das Land ausgeweitet. Mit dem Test hatte das diplomatisch isolierte Nordkorea gegen UN-Resolutionen verstoßen.

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(ll)

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