Trump soll gewitzelt haben, dass Vizepräsident Pence alle Schwulen "aufhängen will"

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Trump soll gewitzelt haben, dass Vizepräsident Pence alle Schwulen "aufhängen will" | Getty
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  • US-Präsident Donald Trump soll einen makaberen, schwulenfeindlichen Witz über seinen Stellvertreter Mike Pence gemacht haben
  • Dieser ist tatsächlich als Gegner liberaler LGBTQ-Rechte bekannt

Der US-Präsident mag selbst manchmal wie ein Witz daherkommen. Doch in den allermeisten Fällen sind seine Ausfälle eher weniger zum Lachen denn zum Fremdschämen.

Dazu zählt auch der neueste Fall. Nach peinlichen Gästebuch-Einträgen oder beschämenden Äußerungen soll Donald Trump nun gescherzt haben: Vizepräsident Mike Pence "will alle schwulen Menschen hängen lassen".

Dieses pikante Detail offenbart ein aktuelles Porträt des US-Magazins "The New Yorker".

Der Artikel mit dem Titel "Die Gefahr von Präsident Pence" beschreibt verschiedene Standpunkte der erzkonservativen Nummer Zwei im Staat, die mit Trumps Sichtweisen zusammenstoßen.

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"Hat Mike dich beten lassen?"

Trump habe Pence wegen dessen Haltung zu Religion, Abtreibung und der LGBTQ-Community aufgezogen, erklärten zwei Quellen dem "New Yorker".

So wolle der US-Präsident von seinem Stellvertreter wissen, "wer der Boss ist". Zudem soll Trump Personen fragen, die vor Pences Büro warten: "Hat Mike euch beten lassen?" Das berichtet ein langjähriger Mitarbeiter der beiden.

Nachdem ein Berater Trump und Pence gesagt hatte, dass viele Bundesstaaten die Abtreibung wahrscheinlich legalisieren würden, wenn der Oberste Gerichtshof eine jahrzehntealte kontroverse Grundsatzentscheidung umstürzt, wendete sich Trump an den Vizepräsidenten:

"Siehst Du? Du hast viel Zeit und Energie darauf verschwendet - und es wird sowieso nicht die Abtreibung beenden."

Schwulenfreind Pence

Als beim gleichen Arbeitstreffen das Thema auf Schwulenrechte kam, soll Trump laut dem "New Yorker" in Richtung Pence gewitzelt haben: "Fragt den Kerl nicht - er will sie alle hängen!"

Der Hintergrund: Nicht erst seit seiner Ernennung als Vizepräsident haben die Ansichten von Pence Besorgnis in der US-LGBTQ-Community ausgelöst.

Als Gouverneur von Indiana unterzeichnete er 2015 das Religionsfreiheits-Wiederherstellungsgesetz. Dieses räumte Unternehmen im Wesentlichen das Recht ein, sich zu weigern, homosexuelle Menschen zu bedienen.

Zudem hat Pence die sogenannte Schwulen-Umwandlungstherapie unterstützt. Zu Recht bekam er deshalb von Jay Brown, dem Sprecher der größten US-Schwulenrechtsorganisationen Human Rights Campaign, den Titel "einer der größten Anti-LGBT-Politiker" verpasst.

Der Text erschien zuerst bei der HuffPost USA und wurde von Marco Fieber übersetzt und bearbeitet.

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(ll)

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