Orkan "Ophelia" bedroht Europa und sorgt für Ausnahmezustand in Irland

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OPHELIA
Der Ex-Hurrikan "Ophelia" erreicht den europäischen Kontinent | Matt Cardy via Getty Images
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  • Eine Frau stirbt, als der Sturm "Ophelia" über Irland und Teile Großbritanniens fegt
  • Tausende sind von der Stromversorgung abgeschnitten
  • Schulen und Behörden bleiben geschlossen

Der Ex-Hurrikan "Ophelia" hat in Irland eine Frau in den Tod gerissen. Ihr Auto wurde am Montag im Südosten des Landes von einem umstürzenden Baum getroffen, teilte die Polizei mit.

Der Sturm erreichte am Montag mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 150 Stundenkilometern die irische Küste. Dem Energieunternehmen ESB Networks zufolge waren um die Mittagszeit etwa 120.000 Menschen von der Stromversorgung abgeschnitten.

Irlands Ministerpräsident Leo Varadkar leitete eine Sitzung des nationalen Krisenstabs. "Bleiben Sie drinnen, bis der Sturm vorbeigezogen ist", sagte Varadkar bei einer Pressekonferenz in Dublin. "Es ist ein sehr gefährlicher Sturm. Als es zuletzt so einen heftigen Sturm gab, verloren elf Menschen ihr Leben."

Heftigster Sturm seit 50 Jahren

"Ophelia" ist bereits der zehnte Hurrikan, der sich in dieser Saison über dem Atlantik zusammengebraut hat. Der Hurrikan erreichte Mitte vergangener Woche südwestlich der Azoren seinen Höhepunkt, seitdem bewegt er sich in Richtung Nordosten.

Mit dem Eintritt in kühlere Regionen hat "Ophelia" teilweise an Kraft verloren und ist nun kein Hurrikan mehr. Doch die Rede ist vom heftigsten Sturm in Irland seit 50 Jahren.

Schulen und Behörden blieben geschlossen, Fährverbindungen wurden vorübergehend eingestellt, Gerichtsverhandlungen verschoben.

Patienten wurde aufgefordert, Arzttermine zu verschieben. Teile der irischen Armee wurden in Bereitschaft versetzt. Der Flughafen in Dublin teilte mit, rund 130 Flüge seien gestrichen worden.

Auch im britischen Nordirland öffneten die Schulen am Montag nicht. Der britische Wetterdienst warnte vor umherfliegenden Trümmerteilen. Auch mit Stromausfällen und Überschwemmungen in Küstennähe sei zu rechnen.

Starke Winde wurden auch für den Norden und Westen Großbritanniens vorausgesagt. "Ophelia" weckt Erinnerungen an den "Great Storm", der am 16. Oktober 1987 über Großbritannien fegte. Bei dem Unwetter starben 18 Menschen.

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(mf)

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