Dieses Porträt aus dem Jahr 1750 sieht harmlos aus - doch der Künstler hat ein versautes Detail eingebaut

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  • Das Porträt des Künstlers Gainsborough scheint auf den ersten Blick unscheinbar
  • Bei genauerer Betrachtung fallen aber anzügliche Andeutungen auf
  • Welche Details der Maler in das Bild eingebaut haben soll, seht ihr im Video

Auf den ersten Blick scheint es sich bei dem Familienporträt von Robert Andrews und Frances Carter um ein ganz normales Gemälde zu handeln. Das Gemälde aus dem Jahr 1750 befindet sich in der National Gallery in London und wurde zur Feier der Hochzeit des Paares in Auftrag gegeben.

Bei genauerer Betrachtung fallen jedoch ein paar ungewöhnliche Details auf. Der britische Künstler Thomas Gainsborough soll in seinem Werk nämlich eine versaute Anspielung versteckt haben. Das berichtet die britische Zeitung "Telegraph" und beruft sich auf einen Experten.

Im Bild sind männliche Genitalien zu erkennen

Auf dem Schoß von Mrs. Andrews soll der Künstler Platz für ein zukünftiges Kind gelassen haben, heißt es zwar in der offiziellen Beschreibung des Museums.

Der Kunstexperte James Hamilton, der im August 2017 eine Biographie über Gainsborough veröffentlichte, ist jedoch anderer Meinung. Es falle schnell auf, dass ein männliches Genital skizzenhaft an besagter Stelle auf Frances Schoß dargestellt sei, behauptet er.

Doch das ist nicht alles. Der Handschuh, den Robert Andrew hält, und ein Beutel an seinem Gürtel sollen ebenfalls stark phallusartige Züge haben.

Der Künstler wollte sich anscheinend rächen

Hamilton hat auch eine Erklärung für die fiesen Details parat:

Während die Andrews zum Zeitpunkt des Auftrags noch mit dem Künstler befreundet waren, soll es danach einen Streit gegeben haben. Hamiltons These: Der Künstler habe sich dafür rächen wollen.

Laut dem “Telegraph” behauptet der Experte außerdem, dass auch die beiden Esel im Hintergrund das Paar verspotten würden. Denn zu Lebzeiten des Künstlers galten diese Tiere als dumm, billig und Besitztum des einfachen Volkes.

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(jds)

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