Schulz und Stegner müssen wieder ein Wahlergebnis kommentieren – doch dieses Mal ist alles anders

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Schulz und Stegner müssen wieder ein Wahlergebnis kommentieren – doch dieses Mal ist alles anders | dpa
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  • In Niedersachsen hat die SPD bei der Landtagswahl eine erstaunliche Aufholjagd hingelegt
  • SPD-Chef Schulz und Vize Stegner kommentierten den Wahlsieg überschwänglich
  • In den vergangenen Monaten hatten sie wenig Grund zum Jubel

Ihre langen Gesichter gingen durch die Medien. Nach dem Wahldebakel der SPD im Mai mussten SPD-Chef Martin Schulz und Parteivize Ralf Stegner vor den enttäuschten SPD-Anhängern ihre Niederlage eingestehen.

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Auch in Schleswig-Holstein und im Saarland verloren die Sozialdemokraten in diesem Jahr wichtige Wahlen. Schulz jammerte laut dem "Spiegel" gar, er sei zum "königlichen Niederlagen-Kommentator" geworden.

Nun gibt es einen Lichtblick für die SPD. Nach der historisch schlechten Bundestagswahl haben die Sozialdemokraten die Landtagswahl in Niedersachsen gewonnen – und Schulz und Stegner strahlten wie lange nicht.

Was der Ministerpräsident und Spitzenkandidat Stephan Weil mit seinen Genossen in dem Bundesland in den letzten Wochen geleistet habe, sei "einzigartig in der Wahlkampfgeschichte der Bundesrepublik Deutschland", erklärte Schulz.

Der SPD-Chef lobte die politische Debatte in Niedersachsen. Es sei kein "Vakuum" entstanden, das die AfD nutzen konnte. "Es ist ein guter Tag für die Demokratie, weil die Verächter der Demokratie, die AfD, so verloren haben", rief Schulz.

Bei Twitter schrieb der SPD-Chef: "Das ist ein großartiger Sieg für die niedersächsische SPD. Lieber Stephan, was du in den letzten Wochen geleistet hast, ist ohne Vorbild!"

Bundesvize Ralf Stegner erklärte, er sehe den Regierungsauftrag in Niedersachsen "absolut" bei der bei der SPD.

"Das ist ein fulminanter Wahlsieg von Ministerpräsident Stephan Weil, und das Ergebnis bestätigt auch den Kurs von Parteichef Martin Schulz", sagte Stegner am Sonntagabend der Deutschen Presse-Agentur nach Bekanntgabe der ersten Hochrechnung von ARD und ZDF.

Danach wird die SPD mehr als vier Prozentpunkte gewinnen und mit etwa 37 Prozent (ARD) vor der CDU mit etwa 35 Prozent die stärkste Partei sein.

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