Seltener Einblick: CNN-Reporter reisen nach Nordkorea – ein Treffen mit Schulkindern entsetzt sie

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  • Zwei CNN-Reporter haben im abgeschotteten Nordkorea erstaunliche Aufnahmen gemacht
  • In einer Multimedia-Reportage berichten sie unter anderem über die Erziehung der Kinder
  • Was die Journalisten besonders überraschte, seht ihr auch im Video oben

Noch immer gilt Nordkorea als mysteriösester Staat der Welt.

Seit Jahrzehnten bekommen nur sehr wenige Ausländer die Möglichkeit, hinter die Fassade des strengen nordkoreanischen Regimes zu blicken. Dieses Jahr hat die Führung in Pjöngjang allerdings einigen amerikanischen Journalisten ermöglicht, das Land zu besuchen: Unter strenger Aufsicht von Regierungsbeamten bekommen sie die Möglichkeit, aus dem Inneren des Staates zu berichten.

Auch zwei Reporter des Senders CNN waren im Juni für zwei Wochen in Nordkorea vor Ort. Sie berichten in einer Multimedia-Reportage über das alltägliche Leben, die Propaganda-Maschinerie des Kim Jong-un-Regimes und die Ansichten der nordkoreanischen Bürger.

Besonders ihr Aufeinandertreffen mit nordkoreanischen Kindern überraschte die Journalisten.

In der Stadt Wonsan an der Ostküste des Landes trafen sie auf 14- bis 15-jährige Kinder, die Videospiele spielten. Das Besondere: Anders als westliche Teenager spielten sie nicht nur ein Spiel. Was sie machten, sei eine "Vorbereitung auf das echte Leben", schreiben die Reporter.

Einer der Jungen sagte demnach, das Beste an dem Spiel sei, die Feinde zu töten: "Die Amerikaner."

Im weiteren Gespräch wurde den Journalisten klar, wie die Kinder bereits in den frühen Jahren ihres Lebens indoktriniert wurden. "Meine Freunde und ich wollen eines Tages der Armee beitreten, um den amerikanischen Feind zu bekämpfen", sagte demnach ein Junge.

Seine Begründung: "Sie sind mit Gewalt in unser Land eingedrungen und haben unser Volk abgeschlachtet." Ein anderer Junge ergänzte: "Sie haben sie lebendig begraben." Auch den Journalisten würden sie töten, erklärten die Kinder auf Nachfrage des entsetzten CNN-Reporters.

In Nordkorea gibt es etwa fünf Millionen Kinder unter 14 Jahren. Ihnen wird beigebracht, Kim Jong-un als eine Vaterfigur zu betrachten, wie die Reporter berichten.

Offenbar mit erschreckendem Erfolg.

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(lm)

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