Hin-und-Her in Niedersachsen: Reicht es zu Rot-Grün oder nicht?

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WEIL
| Wolfgang Rattay / Reuters
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  • In Niedersachsen könnte es wieder zu einer rot-grünen Regierung kommen
  • Hochrechnungen sehen die Mehrheit auf der Kippe

SPD und Grüne können sich doch noch Hoffnung auf eine Fortsetzung ihrer Regierung in Niedersachsen machen. Nach einer neuen ARD-Hochrechnung kamen sie kurz auf eine hauchdünne Mehrheit von 68 der 135 Sitze im niedersächsischen Landtag. Mittlerweile ist die knappe Mehrheit wieder weg.

Es bleibt spannend.

In den Hochrechnungen liegt die SPD (rund 37,5 Prozent) mit Spitzenkandidat Stephan Weil deutlich vor der CDU, die nur rund 33,5 Prozent holt. Die Linke scheitert an der 5-Prozent-Hürde, die AfD schafft es knapp ins Parlament.

Weil spricht von "fulminantem Erfolg"

Ministerpräsident und Wahlsieger Weil sprach von einem "fulminanten Erfolg" für die SPD: "Wir können zum ersten Mal seit der letzten Landtagswahl mit Gerhard Schröder vor 19 Jahren wieder die stärkste Fraktion im Landtag werden, das ist großartig."

Aus seiner Sicht sorgte auch der Gang der Bundes-SPD in die Opposition für Rückenwind. Weil kündigte an, er wolle mit allen Landtagsparteien außer der AfD über mögliche Koalitionen sprechen.

Die Koalition in Niedersachsen ist das letzte rot-grüne Bündnis in einem Flächenland.

Sollte es nicht für eine Fortsetzung reichen, steht in Hannover eine schwierige Regierungsbildung bevor. Die Neuwahl wurde nötig, weil die Grünen-Abgeordnete Elke Twesten Anfang August von den Grünen zur CDU gewechselt war.

Die seit 2013 regierende rot-grüne Koalition verlor damit ihre Ein-Stimmen-Mehrheit, die Stimmung zwischen SPD und Grünen auf der einen und der CDU auf der andere Seite gilt seither als vergiftet.

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