Die Oscar-Academy wirft Harvey Weinstein raus

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In der Filmbranche dürfte Harvey Weinstein keinen Fuß mehr fassen können

Nach dem Bekanntwerden dutzender Vorwürfe der sexuellen Nötigung und des Missbrauchs von Schauspielerinnen durch Filmmogul Harvey Weinstein (65) ist seine Karriere nun wohl ein für alle Mal vorbei. Erst schloss die British Academy of Film and Television Arts (BAFTA) den Produzenten aus, dann berichtete das "Wall Street Journal", dass der Weinstein Company - aus der der Produzent zuvor gefeuert worden war - voraussichtlich die Schließung oder der Verkauf drohe und jetzt wird auch noch die Academy of Motion Picture Arts and Sciences tätig. Die wohl berühmteste Filmorganisation der Welt, die für die Ausrichtung der Oscars verantwortlich ist, wirft Weinstein ebenfalls hinaus.

Klare Worte

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In einer Mitteilung erklärt die Organisation, dass sich in einer Vorstandssitzung "weit mehr als die benötigte Zweidrittelmehrheit" dafür ausgesprochen habe, Weinstein mit sofortiger Wirkung auszuschließen. Man wolle sich nicht nur von einem Menschen abgrenzen, "der sich den Respekt seiner Kollegen nicht verdient" habe, sondern auch eine klare Nachricht senden, "dass die Ära bewusster Ignoranz und beschämender Mittäterschaft" in der Filmindustrie vorbei sei.

Weinstein soll seit Jahrzehnten seine Position missbraucht haben, um Frauen sexuell zu belästigen. In den vergangenen Tagen sprachen dutzende Hollywood-Promis über den Fall und erhoben Anklage, darunter Gwyneth Paltrow (45, "Große Erwartungen"), Angelina Jolie (42), Kate Beckinsale (44, "Van Helsing") und zuletzt auch Bond-Girl Eva Green (37).

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