Model Diandra Forrest wurde früher wegen ihres Aussehens gehänselt - heute feiert sie den großen Durchbruch

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  • Diandra Forrest ist ein Model mit Albinismus
  • Sie ist das neue Gesicht für eine neue Make-Up-Kampagne für "Wet n Wild"
  • Damit ist sie das erste Model mit Albinismus, das in einer großen Werbe-Strecke zu sehen ist

Diandra Forrest hat mit 27 Jahren schon Bemerkenswertes vorzuweisen. Das Model war in mehreren Musikvideos von Beyoncé zu sehen sowie auf dem Cover des "Ebony"-Magazins, das sich überwiegend an afroamerikanische Leser richtet, und sie lief vergangenes Jahr über mehrere Laufstege der New York Fashion Week.

Jetzt schreibt die 27-Jährige Geschichte als Gesicht einer Beauty-Kampagne von Wet n Wild. Damit ist Forrest das erste Model mit Albinismus, das bei einer großen Make-Up-Werbung zu sehen ist

Die Werbung wurde noch nicht veröffentlicht, aber Forrest zeigte ihren Fans auf Instagram schon vorab eines ihrer Bilder.

Das Unternehmen möchte mit der Reihe "Breaking Beauty", die Ende Dezember auf den Markt kommt, die Makel in den Vordergrund stellen, die wir nach Ansicht der Beauty-Industrie eigentlich lieber verstecken sollten.

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Wet n Wild hat schon in der Vergangenheit Kampagnen mit Models gemacht, die nicht dem klassischen Schönheitsideal entsprechen. Daher war Forrest besonders begeistert, mit der Marke zusammen arbeiten zu können.

"Du bist seltsam, du wirst nie ein Model werden"

Die gebürtige New Yorkerin hatte selbst schon immer Probleme, wenn es ums Make-Up ging. "Wenn ich Make-Up kaufe, denke ich immer 'Haben sie meinen Hautton? Wird es an mir gut aussehen?'"sagte sie dem Onlineportal "Refinery29"."Ich muss die Farbtöne immer mischen. Entweder sind sie zu dunkel oder viel zu hell."

Albinismus ist eine Pimentstörung, die sich auf Haut-, Haar- und Augenfarbe auswirken. Weltweit liegt die durchschnittliche Wahrscheinlichkeit von Albinismus bei 1:20.000.

Durch die ungewöhnliche Hautfarbe fällt es vielen schwer, einen passenden Make-Up-Ton zu finden.

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Forrest wurde als Kind oft wegen ihres Aussehens gehänselt und musste sich gegen Anfeindungen wehren - selbst, als sie beschloss, in die Fußstapfen ihrer Mutter zu treten und Model zu werden.

"Ich hatte einen Model-Coach, als ich 14 oder 15 Jahre alt war", sagte sie "Refinery29". "Er war sehr gemein und sagte ständig Sachen wie 'Du bist zu seltsam, du wirst nie ein Model werden'." Das habe sie lange daran zweifeln, ob sie wirklich diesen Weg einschlagen sollte.

"Albinismus muss normalisiert werden"

Aber ihr Coach lag falsch: Forrest wurde bei einer großen Model Agentur unter Vertrag genommen - sie bekam viele Anfragen und Aufträge, die Kunden waren von ihr begeistert.

Forrest wollte Menschen mit Albinismus vertreten, hatte aber lange das Gefühl, dass es in der Mode-Industrie keinen Platz für sie gab. Vor allem, weil Models mit Albinismus oft als "mystisch" und "aus einer anderen Welt stammend" verkauft wurden.

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Darum hat sie sich zum Ziel gesetzt: "Albinismus muss normalisiert werden. Ich mache das für mich und für alle anderen jungen Mädchen, die genau so aufwachsen müssen wie ich."

"Teil der Wet n Wild-Kampagne zu sein, ist für mich ein wahr gewordener Traum", sagte sie der HuffPost.

"Mein Ziel war schon immer, die Beauty-Standards neu zu definieren und auf Albinismus aufmerksam zu machen. Das Gesicht von einer so großen Marke zu sein, zeigt, dass Schönheit keine Grenzen hat."

Dieser Artikel erschien ursprünglich in der HuffPost US und wurde von Martina Zink aus dem Englischen übersetzt und bearbeitet.

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(lk)