Grundschüler werden immer schlechter: Studie zeigt massive Abnahme des Bildungsniveaus

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Grundschüler werden immer schlechter: Studie zeugt massive Abnahme des Bildungsniveaus | Gettystock
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  • In mehreren Bundesländern ist das Bildungsniveau der Grundschüler massiv gesunken
  • Eine Studie der Kultusministerkonferenz hat sich die Leistungen in den Fächern Deutsch und Mathematik angeschaut

Grundschüler in Deutschland haben mit immer größeren Lernschwierigkeiten zu kämpfen.

An diesem Freitag stellt die Kultusministerkonferenz (KMK) in Berlin eine Studie über das Niveau in den Fächern Deutsch und Mathematik vor. Die Präsidentin der KMK Susanne Eisenmann sprach von einer wichtigen Standortbestimmung.

Die Studie, die am Nachmittag präsentiert wird, zeigt laut baden-württembergischen Medienberichten, dass das Bildungsniveau vom Jahr 2011 auf 2016 in ganz Deutschland massiv gesunken ist - vor allem in zwei Bundesländern: Bremen und Baden-Württemberg.

Das berichteten die "Heilbronner Stimme" und der "Mannheimer Morgen" am Donnerstag unter Berufung auf Südwest-Regierungskreise. Die "Südwest Presse" berichtete von einem drohenden "Desaster". In Stuttgart verlangten die oppositionellen SPD und FDP bereits nachdrücklich Maßnahmen zur Stärkung der Grundschulen.

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Mehr Lehrer sollen das Problem lösen

Unmittelbar vor der Präsentation der großen Schulstudie wird besonders der Ruf nach mehr Lehrern für Deutschlands Schulen lauter. "Ohne ausreichend Lehrer kann es keinen Bildungserfolg geben", sagte Hamburgs Schulsenator Ties Rabe (SPD) der Deutschen Presse-Agentur in Berlin.

Rabe sagte, gegen den Lehrermangel seien kurzfristige Schritte und längerfristige Konzepte nötig. "Es ist ein Zukunftsthema, dessen Brisanz sich immer schärfer abzeichnet." Bestimmte Länder hätten erhebliche Probleme, ausreichend Nachwuchs zu finden.

Rabe zeigte sich offen dafür, verstärkt Uniabsolventen ohne Lehramtsstudium einzustellen. Geklärt werden müsse: "Was lassen wir zu?" Um die Situation dauerhaft zu entschärfen, müssten die Ausbildungskapazitäten erhöht werden.

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Rabe sagte, bei Schultests dürften die Veränderungen in der Schülerschaft als Grund für durchschnittliche Änderungen der Schülerkompetenz nicht außer Acht gelassen werden. So seien weit mehr Kinder von nach Deutschland Geflüchteten in den Schulen, als noch vor wenigen Jahren.

Problemfall Sonderpädagogik

Die Kultusministerkonferenz hatte festgestellt, dass insbesondere die Grundschulen, die Sonderpädagogik und die beruflichen Schulen von Lehrermangel betroffen seien.

In den ostdeutschen Ländern herrsche noch deutlich mehr Bedarf als in westdeutschen Ländern. Nun solle unter anderem eine Stärkung der Berufs- und Studienorientierung geprüft werden - mit dem Ziel, dass mehr junge Menschen ein Lehramtsstudium aufnehmen.

Am Donnerstag hatte sich die KMK bereits auf Maßnahmen zur Gewinnung von mehr neuen Lehrern verständigt. An diesem Freitag stellt die KMK in Berlin eine Studie über das Niveau von Grundschülern in Deutsch und Mathematik vor. KMK-Präsidentin Susanne Eisenmann sprach von einer wichtigen Standortbestimmung.

"Wir erhalten differenziert darüber Auskunft, inwieweit sich das Kompetenzniveau der Schülerinnen und Schüler in der vierten Jahrgangsstufen in den einzelnen Ländern entwickelt hat", sagte die baden-württembergische Bildungsministerin der dpa. "An der Studie haben rund 30 000 Schülerinnen und Schüler der vierten Jahrgangsstufe aus allen 16 Ländern teilgenommen."

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(jg)

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