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13/10/2017 08:08 CEST | Aktualisiert 13/10/2017 08:55 CEST

Google Doodle: Ampelmännchen trägt Hut - aus einem wichtigen Grund

Terroa via Getty Images
Ein grünes laufendes Männchen signalisiert Bewegung. Ein rotes Ampelmännchen mit ausgestreckten Armen will einen daran hindern.

  • Mit Hut gibt der Ampelmann in den neuen Bundesländern seine Signale

  • Dass Fußgänger die Figur niedlich finden, war Absicht

  • Der Verkehrspsychologe Peglau wollte damit erreichen, dass Menschen den Signalen auch folgen

Das Ampelmännchen wird 56. Jahre alt - und Google findet: Es ist Zeit sich zu erinnern. Das Doodle zeigt dabei das Ost-Männchen. Mit Hut und Nase sieht es ein bisschen menschlicher aus, als sein westdeutsches Gegenstück.

Die charakteristischen Züge der Männchen sollten bei den Fußgängern eine emotionale Reaktion auslösen, wodurch sie lieber den Signalen folgen wollen.

Vielleicht ist es gelungen und das Ampelmännchen auch daher nach der Wende immer noch so beliebt. Denn eigentlich sollten die Ampeln nach der Wiedervereinigung vereinheitlicht werden. Das schlichte Modell aus dem Westen sollte in den neuen Bundesländern heimisch werden.

Ost und West - wieso Deutschland zwei Ampelmännchen hat

Mit wenig Erfolg, die Menschen wollten ihr Ampelmännchen behalten. Menschen gründeten den Verein "Rettung der Ampelmännchen". Und so blieb es.

Auch für Touristen ein Hingucker - den sich mancher in einer der sechs Ampelmann-Shops in Berlin mit nach Hause nimmt.

Wieso haben Fußgängerampeln eigentlich Männchen?

Die Idee zu den markanten Männchen stammt von Karl Peglau, einem Verkehrspsychologe. Die Verkehrskommission in Ostberlin hatte ihn am 13. Oktober 1961 geladen. Denn man wollte die Fußgängerunfälle reduzieren.

Bis dahin folgten die Fußgänger den Signalen der Autofahrern. Ein Problem, wie Studien damals zeigten. Fußgänger sollten eigenen Lichtsignalen folgen.

Peglaus Vorschlag machte Geschichte: Ein grünes laufendes Männchen signalisiert Bewegung. Ein rotes Ampelmännchen mit ausgestreckten Armen will einen daran hindern.

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