Frau erklärt, wie Kinder bei einem Wutanfall beruhigt werden sollten - viele Eltern sind empört

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Alle Eltern wissen, wie nervenaufreibend Wutanfälle von Kindern in der Öffentlichkeit sind. | iStock
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  • Alle Eltern wissen, wie unangenehm Wutanfälle von Kindern in der Öffentlichkeit sind
  • Eine Facebook-Nutzerin äußerte einen Vorschlag, wie die Kleinen beruhigt werden können
  • Ihre Idee sorgt unter Eltern für kontroverse Diskussionen

Es ist eine der nervenaufreibendsten Situationen, die man als Eltern erleben kann: Das Kind hat in der Öffentlichkeit einen Wutanfall, schmeißt sich auf den Boden und schreit wie am Spieß.

Die meisten Eltern würden sicherlich einiges für ein Patentrezept geben, mit dem sie ihr Kind in einem solchen Moment beruhigen können. Die Methode, die eine Facebook-Nutzerin vor einiger Zeit vorschlug, sorgt bei Eltern aber eher für Unmut.

Der Amerikaner Jamie Matson teilte den Post einer Freundin, der erklärt, wie man Kinder bei einem Wutanfall in der Öffentlichkeit wieder zur Ruhe bringen könne.

Der Frau kam der Einfall, nachdem sie eine Mutter in einem Supermarkt beobachtet hatte, die verzweifelt versuchte, ihr Kind davon abzuhalten, weiter herumzuschreien.

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Einfach einen Fremden fragen

"Es müsste ein geheimes Zeichen geben, das die Eltern geben könnten, wenn sie keine Kontrolle mehr über ihr Kind haben", heißt es in dem Post. "Eine andere, fremde Person könnte dann auf das Kind zugehen und es anherrschen, dass es die Klappe halten soll", schrieb sie.

Das, so glaubt sie, würde gleich drei positive Auswirkungen haben.

"1. Das Kind wird so geschockt sein, dass es nicht weiß, was es sagen soll und den Mund halten wird.

2. Das Kind wird daran erinnert, dass man fremden Menschen vorsichtig begegnen sollte.

3. Das wird dem Kind schon früh zeigen, dass deine Eltern dich lieben und alles hinnehmen, der Rest der Welt sich aber weder für dich noch für deine Gefühle interessiert - egal wie süß du bist."

In den Kommentaren wird hitzig diskutiert

Der Post löste eine hitzige Debatte unter Eltern aus, mehrere tausende schalteten sich in den Kommentaren ein. Viele stellen in Frage, ob es wirklich eine gute Idee sei, sein Kind auf diese Weise von einem Wutanfall abzubringen.

Einige Eltern finden zwar, das Zeichen sei eine großartige Idee. "Ja, ich bräuchte wirklich jemand, der mit dabei hilft", schrieb ein Facebook-Nutzer. "Ich habe ständig Probleme im Supermarkt mit meinem Sohn. Wenn jemand anderes ausflippen würde, würde das bestimmt helfen."

Eine andere Mutter kommentierte: "Ich bin dafür. Manchmal brauchen meine Kinder wirklich den Schock, dass jemand anderes sagt 'halt endlich deine Klappe', damit sie leise werden."

Einige User haben selbst schon Erfahrung mit dieser Methode gemacht. "Haha, das mache ich schon seit Jahren bei fremden Kindern", schrieb eine Frau.

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Entsetze Kommentare von besorgten Eltern

Viele aber halten die Methode für kontraproduktiv.

"Das Kind wird so doch nur für immer Angst vor Fremden haben und sich von der Gesellschaft abkapseln", kommentierte ein Facebook-Nutzer.

"Die Kinder werden den Eltern nie wieder vertrauen und denken, ihre Eltern können sie nicht beschützen", kritisierte ein anderer.

Eine andere Mutter schrieb: "Das ist einfach nur bösartig. Wer zu Hölle bringt seinen Kindern bei, dass sich niemand für sie interessiert? Abartig!"

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Damit haben diese Facebook-Nutzer wohl auch recht. Denn: Das Trotzverhalten gegenüber den Eltern hat etwas Gutes - es ist ein unverzichtbarer Bestandteil der emotionalen Entwicklung eines Kindes.

In der Trotzphase lernen die Kinder, unabhängiger von den Eltern zu werden und eigenständige Entscheidungen zu treffen.

Deswegen ist es wichtig, seinem Kind mit Geduld und Verständnis zu begegnen - und nicht einen Fremden darum zu bitten, es anzuschreien.

Dieser Artikel erschien ursprünglich in der HuffPost US und wurde von Martina Zink aus dem Englischen übersetzt und bearbeitet.

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(lk)

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