POLITIK
13/10/2017 07:22 CEST | Aktualisiert 13/10/2017 07:35 CEST

"Bild" behauptet: Mit diesem Plan wollte der Linken-Chef Sahra Wagenknecht aus der Partei mobben

NurPhoto via Getty Images
"Bild" behauptet: Mit diesem Plan wollte der Linken-Chef Sahra Wagenknecht aus der Partei mobben

  • Der Linken-Chef Riexinger soll laut "Bild" versuchen, Wagenknecht aus der Partei zu mobben

  • Riexinger streitet das ab

Neuer Zoff in der Linkspartei? Laut einem Bericht der "Bild"-Zeitung soll Parteichef Bernd Riexinger versucht haben, die Fraktionsvorsitzende Sahra Wagenknecht aus der Partei zu mobben. Wagenknecht gilt schon lange als strittige Personalie innerhalb der Linken.

Riexinger bestritt auf Anfrage der Boulevardzeitung alle dahingehenden Ambitionen und die von der "Bild" zitierten Aussagen.

Die Zeitung bezog sich jedoch auf Aussagen eines Zeugen, der per eidesstattlicher Erklärung versicherte, Riexinger habe auf einer Sommer-Tagung der Rosa-Luxemburg-Stiftung im Oktober seinen Plan gegen Wagenknecht vor rund 80 Nachwuchspolitikern erläutert.

Die "Bild" zitiert Riexinger: "Sahra ist leider nicht aufzuhalten als Fraktionsvorsitzende. Man kann sie nicht einfach abschießen. Sahra muss gegangen werden und daran arbeiten wir. Wenn wir sie immer wieder abwatschen und sie merkt, sie kommt mit ihren Positionen nicht durch, wird sie sicher von alleine gehen."

Riexinger laut "Bild": "Lafontaine, dieses Arschloch"

Wagenknechts Mann Oskar Lafontaine habe der Linken-Chef laut "Bild" ein "Arschloch" genannt - Lafontaine habe ihn "verraten". Ob hinter den Anschuldigungen tatsächlich ein Komplett gegen Wagenknecht steckt, ist unklar.

Dass ausgerechnet der eher besonnene Linken-Chef Bernd Riexinger auf einer Veranstaltung der Rosa-Luxemburg-Stiftung und vor anwesenden Jugendpolitikern eine solch heikle Aussage trifft, wirkt zunächst unwahrscheinlich.

Doch in der Linkspartei rumpelt es schon länger. Linken-Bundesgeschäftsführer Matthias Höhn erklärte zuletzt gar demnächst zurücktreten zu wollen. Er habe sich laut "Tagesspiegel" mit Riexinger und Co-Chefin Katja Kipping überworfen.

Lafontaine sprach von "latent innerparteilichen Konflikten". Kipping und Riexinger hätten sich "mit der Entscheidung für die Spitzenkandidatur für Sahra Wagenknecht und Dietmar Bartsch während des ganzen Bundestags-Wahlkampfes nicht abfinden können".

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(jg)

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