Blasen-Probleme: Woher der Harndrang auch in jungen Jahren kommen kann

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Eine nervöse Blase drängt die Betroffenen ständig auf die Toilette, mancher leidet zudem unter Dranginkontinenz | Peter Cade via Getty Images
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  • Eine nervöse Blase drängt die Betroffenen ständig auf die Toilette, mancher leidet zudem unter Dranginkontinenz
  • Psychische Probleme können eine Ursache für eine Reizblase sein
  • Nicht immer muss die Blase medikamentös behandelt werden

Die Blase drückt - auch wenn sie gar nicht voll ist. Besonders in unpassenden Momenten. Zum Beispiel vor einem Diensttermin.

Denn dieses Organ ist sensibel. Mancher bemerkt es bereits in der Schule, andere erst im Erwachsenenalter.

An sich muss man sich deshalb keine Sorgen machen. Bei manchen entwickelt sich die Symptome aber zu einer nervösen Blase oder Reizblase. Das bedeutet: Die Betroffenen müssen sehr oft auf die Toilette, auch wenn die Urinmenge gering ist.

Es sind mehr Frauen als Männer von einer nervösen Blase betroffen

Das Problem ist: Manche Betroffene können den Drang nicht mehr zurückhalten, und es kommt zu einem unkontrollierten Urinverlust. Betroffene ziehen sich deshalb vielleicht auch zurück, meiden Aktivitäten.

Der Techniker-Krankenkasse zufolge sind 17 Prozent der Menschen betroffen., mehr Frauen als Männer.

Welche Ursachen Inkontinenz haben können

Die Gründe für eine überaktive Blase und in deren Folge möglicherweise für eine Inkontinenz sind sehr unterschiedlich.

Zum einen können sie auf organische Probleme zurückzuführen sein. Eine Infektion, eine Verengung des Blasenausgangs oder auch ein Tumor können zu Blasenleiden führen. Auch Nebenwirkungen von Medikamenten und einer Bestrahlung sind der Krankenkasse zufolge Aspekte, die Ärzte auszuschließen versuchen.

Frauen sollten bei einer Reizblase auch ihren Östrogenspiegel überprüfen lassen. Das Hormon unterstütze die Blasenfunktion, berichtet "Spiegel Online".

Aber auch psychosomatische Erkrankungen oder seelische Probleme können jemanden ständig auf die Toilette treiben und auch eine Dranginkontinenz auslösen. Überlastung, Angst, depressive Verstimmungen, Stress oder Anspannung schlagen sich dem Bericht zufolge auf den Körper nieder - und eben auch auf die Blase.

Wieso sich Stress und Co auf die Blase auswirken

Was manchem vielleicht seltsam vorkommen mag, hat eine organische Ursache: Das vegetative Nervensystem und das Gehirn steuern sowohl die Blase als auch unser Befinden.

Die Seele wählt, so drückt Annette Maleika, Chefärztin der Gynäkologie und Geburtshilfe am GRN Klinikum in Schwetzingen, es aus, die Blase als Ventil.

Gleichzeitig belasten Betroffene dann auch der Harndrang und eine mögliche Inkontinenz.

Wie Dranginkontinenz behandelt werden kann

Aber: Die Deutsche Gesellschaft für Urologie betont, "dass sich das Beschwerdebild einer überaktiven Blase durch ein Verhaltenstraining deutlich verbessert kann". Studien hätten dies gezeigt.

Dabei geht es darum, gewohnte Mechanismen zu ändern. Ein Tagebuch hilft, die Toilettengänge zu erfassen und deren Abstände langsam zu erweitern.

Auch kann sich ein Blick auf die Ernährung lohnen. Kaffee reizt die Blase, Zitrusfrüchte stärkt sie. Das "Urologenportal" betont, dass eine effektive Therapie eine professionelle Anleitung benötige.

Im nächsten Schritt ist auch zum Beispiel der Einsatz von Medikamenten möglich, um die Blasenfunktion zu regulieren.

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(lk)

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