POLITIK
12/10/2017 17:11 CEST

Trumps London-Besuch soll zu einer Stippvisite "heruntergestuft" worden sein

getty
US-Präsident Trump mit Premierministerin May (Archivbild)

  • Ein Besuch des US-Präsidenten in London ist trotz großen Widerstands schon länger geplant

  • Der Staatsbesuch soll nun zu einem “Arbeitsbesuch” heruntergestuft werden

  • Auch das Treffen mit der Queen soll nicht stattfinden

Ein Besuch Donald Trumps in Großbritannien ist schon seit Anfang dieses Jahres geplant. Ursprünglich war ein offizieller Staatsbesuch inklusive Treffen mit der Queen angekündigt worden.

Doch nun soll der Besuch des US-Präsidenten “heruntergestuft” werden. Das berichtet nun die britische Tageszeitung "Evening Standard".

Nach der Entscheidung über den Brexit wollte britische Premierministerin Theresa May die “Special Relationship” zwischen den USA und Großbritannien vertiefen. Dafür stellte May einen Staatsbesuch für den US-Präsidenten in Aussicht, inklusive einem Treffen mit der Queen.

Dagegen regte sich allerdings starker Protest in der Bevölkerung. Eine Petition gegen das Zusammentreffen zwischen der Queen und Trump unterschrieben inzwischen knapp 1,9 Millionen Briten. Und auch der Sprecher des britischen Parlaments, John Bercow, wollte US-Präsident Donald Trump nicht ins Unterhaus einladen.

Keine Fahrt in der Kutsche?

Die Petition scheint Wirkung zu zeigen. Der geplante Staatsbesuch soll laut dem "Evening Standard" nun zu einem normalen "Arbeitsbesuch" heruntergestuft werden und lediglich Teil einer Europa-Reise des US-Präsidenten Anfang 2018 sein.

Zu einem offiziellen Staatsempfang gehört neben einer Prozession in einer goldenen Kutsche auf Londons Paradestraße "The Mall" auch ein Staatsbankett im Buckingham-Palast.

Das würde bei einer kurzen Stippvisite wegfallen.

Ein Treffen mit der Queen soll nicht stattfinden. Eine Begegnung dieser Art sei nur für Präsidenten in der zweiten Amtszeit gestattet, berichtet "Evening Standard".

Allerdings trafen beide Vorgänger von Trump, Barack Obama und George W. Bush, die Queen bereits in ihrer ersten Amtsperiode. Darauf weist der Nachrichtensender ntv hin.

Von offizieller Seite gab es noch keine Reaktion. Die Informationen des Berichts des "Evening Standards" sind noch nicht bestätigt.

Ein Sprecher der britischen Regierung erklärte gegenüber dem “People”-Magazin, die Positionen der Regierung hätten sich nicht geändert. Trump habe die Einladung von Theresa May angenommen, es gäbe aber noch keinen Termin für den Besuch.

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