LIFESTYLE
11/10/2017 10:31 CEST | Aktualisiert 12/10/2017 12:20 CEST

Mutter postet Bild aus dem Supermarkt - jetzt muss sie sich vor Tausenden rechtfertigen

  • Eine australische Bloggerin hat ein Foto von ihrer kleinen Tochter im Supermarkt gepostet

  • Das Bild löste einen Sturm der Entrüstung aus

  • Das wollte die Mutter von vier Kindern nicht auf sich sitzen lassen

Die australische Bloggerin Constance Hall ist dafür bekannt, ihr Leben als Mutter von vier Kindern auf ehrliche, humorvolle Weise mit ihren Facebook-Followern zu teilen. Dabei scheut sie auch keine Konflikte und geht auf kritische Kommentare gewissenhaft ein.

Vor einigen Tagen postete Hall ein Foto von ihrer Tochter Snow, die in einem vollbepackten Einkaufswagen sitzt. Dazu schrieb sie:

"Ich: 'Ich muss echt jetzt eine Menge einkaufen, deswegen kommen die Kinder nicht mit.

Snow: 'Coole Geschichte.'"

Will heißen: Ihre Tochter hatte ganz offensichtlich andere Pläne und ließ sich partout nicht davon abbringen, zum Einkaufsmarathon mitzukommen.

Der Inhalt des Einkaufswagens erboste viele Facebook-Nutzer

Eine Situation, die den meisten Eltern bekannt vorkommen dürfte und die Hall mit ihren Followern teilen wollte. Mehr nicht.

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Dass ihr Post aber eine derartige Welle an kritischen Kommentaren provozieren würde, damit hatte die Bloggerin bestimmt nicht gerechnet.

Was viele Facebook-Nutzer so erboste, war der Inhalt des Einkaufswagens auf dem Foto. Wo denn frische Produkte wie Obst und Gemüse seien, wollten sie wissen. Und überhaupt: Wie könne sie es als Mutter mit ihrem Gewissen vereinbaren, ihren Kindern Instant-Nudeln vorzusetzen?

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Das wollte Hall nicht auf sich sitzen lassen. Sie löschte alle negativen Kommentare und setzte ihrerseits einen Kommentar unter das Bild, der es in sich hat.

Wem ist damit geholfen, wenn wir Menschen vorschnell verurteilen?

"Wenn du auf deiner eigenen Facebook-Seite, die sich gegen die Pauschalverurteilung von Müttern einsetzt, verurteilt wirst", schreibt sie. "Und das, obwohl du dich selbst dafür einsetzt, dass Frauen zusammen halten. Wenn ich jetzt dem Bedürfnis nachgeben würde, eine ganze Flasche Scotch zu trinken - was die Anfeindungen hier in mir auslösen - dann würde ich auch dafür verurteilt werden."

Sie kaufe ihr Obst und Gemüse für gewöhnlich nicht im Laden, sondern auf dem Markt und ihre Schwiegermutter bringe ihr regelmäßig Früchte aus deren Garten vorbei. Das alles sei auf diesem Bild aber natürlich nicht zu sehen.

Ihr Kommentar endet mit den Worten: "Soll ich eine Rechnung als Beweis posten?"

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Viele von Halls Followern stimmten ihr zu und erinnerten ebenfalls daran, dass Mütter sich lieber gegenseitig unterstützen sollten als sich wegen jeder kleinen Sache anzufeinden.

Trotzdem wirft der Post der Australierin die Frage auf: In welcher Welt leben wir eigentlich, dass eine Mutter sich diesen unsinnigen Schwachsinn anhören muss, wenn sie ein nettes Foto von ihrer kleinen Tochter postet?

Und wem ist damit geholfen, wenn wir Menschen vorschnell für etwas verurteilen, von dem wir noch nicht einmal wissen, ob es stimmt?

In diesem Sinne: mehr Liebe, weniger Gegeneinander!

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(ame)

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