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11/10/2017 16:29 CEST | Aktualisiert 14/10/2017 10:10 CEST

WhatsApp: Mit einem simplen Trick können euch Freunde überwachen

  • WhatsApp Nutzer können anhand eines simplen Tricks überwacht werden

  • Das hat ein kalifornischer Software-Entwickler offengelegt

  • Wie die Spionage funktioniert, seht ihr auch im Video oben

Ein US-amerikanischer Software-Entwickler hat eine schwerwiegende Schwachstelle bei der App WhatsApp gefunden.

Nutzer des Messengers könnten mit Hilfe eines simplen Tricks überwacht werden. Dazu bräuchte man lediglich ihre Telefonnummer.

Der kalifornische Software-Entwickler Rob Heaton legte die Sicherheitslücke offen und beschreibt auf seinem Blog, wie einfach es ist, andere Nutzer des Messengers zu überwachen.

Zur Überwachung reicht eine simple Erweiterung

Demzufolge ist der Online-Status bei WhatsApp die Schwachstelle. Denn aus diesem lassen sich mit Hilfe einer von Heaton programmierten Chrome-Erweiterung gezielt Informationen abfragen.

So benötigt man zur Überwachung einer Person lediglich ihre Telefonnummer.

Der Online-Status in WhatsApp wird systematisch von der Chrome-Erweiterung überwacht.

Anhand des Aktivitätsprotokolls, das aus der kontinuierlichen Abfrage gewonnen wird, können Rückschlüsse auf den Tagesverlauf des Nutzers gezogen werden.

"Verbergen" schützt nicht vor Spionage

So kann etwa analysiert werden, wann der Nutzer arbeitet, zu Bett geht, oder ob er die Nacht durchgeschlafen hat.

Selbst die Option "Verbergen" beim Online-Status schützt in diesem Fall nicht vor der Spionage.

Außerdem kann durch den Abgleich zweier Telefonnummern herausgefunden werden, ob diese zwei Personen regelmäßig miteinander kommunizieren und zu welcher Uhrzeit sie das tun.

Die Informationen könnten verkauft werden

Auch wenn die ausspionierten Informationen auf den ersten Blick unspektakulär scheinen, täuscht dieser Eindruck.

Für die Nutzer stellt die Spionage zwar kein großes Problem da, jedoch lassen sich durch diese Sicherheitslücke ausführliche Nutzerprotokolle erstellen.

Diese könnten an Werbetreibende oder andere Interessenten für eine Menge Geld verkauft werden.

Im schlimmsten Fall könnten sie sogar für kriminelle Zwecke missbraucht werden.

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