"Extrem gefährliche Idee": Donald Trump soll bald die nordkoreanische Grenze besuchen

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Donald Trump mit dem südkoreanischen Präsidenten Moon Jae-in beim Treffen der Vereinten Nationen | GETTY
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  • Donald Trump will im November nach Asien reisen
  • Medienberichten zufolge will Trump dann auch die demilitarisierte Zone zwischen Nord- und Südkorea besuchen
  • Das kommunistische Regime in Pjöngjang könnte den Besuch als Provokation werten

Im November plant US-Präsident Donald Trump, nach Asien zu reisen. Laut der britischen Tageszeitung "The Guardian" will er dabei auch die demilitarisierte Zone (DMZ) zwischen Nord- und Südkorea zu besuchen.

Damit könnte der Präsident die ohnehin schon angespannte Situation auf der koreanischen Halbinsel weiter zum Eskalieren bringen. Denn das kommunistische Regime in Pjöngjang könnte Trumps Reise in die DMZ als Provokation werten.

“Signifikante Botschaft” an Pjöngjang

Die demilitarisierte Zone wurde 1953 nach dem Koreakrieg errichtet. Sie erstreckt sich über sieben Städte und Landkreise und hat einen Durchmesser von etwa vier Kilometer.

Wie die Nachrichtenagentur "Bloomberg" berichtet, will Trump die DMZ auf der südkoreanischen Seite besichtigen. Die Informationen soll ein anonymer Militäroffizier der südkoreanischen Nachrichtenagentur Yonhap News mitgeteilt haben.

Der amerikanische Präsident habe vor, bei seinem Besuch von Südkorea eine "signifikante Botschaft" an Nordkorea zu senden, berichtet Yonhap.

Die amerikanische Journalistin Sarah Kendzior, die unter anderem für die kanadische Tageszeitung "The Globe and Mail" schreibt, hält einen möglichen Besuch der DMZ für eine "extrem gefährliche Idee". Sie kritisiert zudem, dass Trump bis jetzt offenbar niemand davon abbringen wolle.

Trump steht nicht für direkte Gespräche bereit

In einem Tweet von vergangenem Sonntag äußerte Trump, dass nach 25 Jahren Gesprächen und Vereinbarungen mit dem nordkoreanischen Regime nur "eine Sache funktionieren wird". Auch wenn Trump es nicht weiter ausführt, stärkt diese Aussage Spekulationen über ein militärisches Vorgehen.

Militärmanöver der USA mit Japan und Südkorea

In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch flogen laut dem US-Militär zwei US-Kampfflieger vom Typ B-1B zusammen mit japanischen und südkoreanischen Fliegern Militärmanöver über der koreanischen Halbinsel. Es ist das erste Mal, dass die beiden asiatischen Länder an nächtlichen Übungen des US-Militärs beteiligt sind.

Trump soll bei seiner Asienreise neben Südkorea auch Japan, China, Vietnam und die Philippinen besuchen. Mit der Reise in die DMZ würde es der Präsident seinen Vorgängern Barack Obama und Bill Clinton nachtun.

Mehr zum Thema: "Dann wird es Nordkorea nicht länger geben": Trump provoziert mit neuem Tweet

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