"Wenn du mir das wegnimmst...": Williams schießt gegen "Die Höhle der Löwen"-Investor

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Löwin Judith Williams testet den "pony puffin" selbst vor laufender Kamera

Hilfe bei geschmackloser Tiefkühlpizza, bei schlappen Pferdeschwänzen und endlos lange dauernden Behördengängen: Die neue Folge "Die Höhle der Löwen" hatte am Dienstagabend wieder einige ausgeklügelte Geschäftsideen zu bieten. Eines der Produkte entfachte sogar einen Löwen-Streit zwischen Ralf Dümmel und Judith Williams. Und nein, es war nicht die Lösung für nervige Behördengänge. Doch der Reihe nach...

"MIOOLIO" von Luigi Stella und Taner Gecer

Hier können Sie passende Haargummis für den "pony puffin" bestellen

700 Millionen Tiefkühlpizzen wurden im letzten Jahr in Deutschland verkauft. Somit ist die Pizza aus der Tiefkühltruhe das beliebteste TK-Produkt der Deutschen. Mit diesem Wissen im Hinterkopf stellten die beiden Freunde Luigi Stella (41) und Taner Gecer (39) aus Düsseldorf den Löwen ihr Produkt "MIOOLIO" mit dem Motto "Pimp your Pizza" vor. Dabei handelt es sich um Öl in praktischen Portionsbeuteln und in zwei verschiedenen Geschmacksrichtungen "Chili" und "Knoblauch", mit dem jede Tiefkühlpizza geschmacklich auf Vordermann gebracht werden kann. "Keine neue Raketentechnik, aber eine Marktlücke", sind sich die beiden Start-up-Gründer sicher. Von den Investoren benötigen sie 30.000 Euro und bieten dafür 15 Prozent ihrer Firmenanteile.

Am Ende können sie drei der fünf Löwen für das Produkt begeistern. Den Zuschlag bekommt Ralf Dümmel. Sein Angebot: 300.000 Euro und 25,1 Prozent. Luigi und Taner sind zufrieden: "Der passt wie die Faust aufs Auge."

"Goodsmith" von Simon Salowsky und Bennet Klein

"Wir lösen ein über 2.000 Jahre altes Problem", versprechen Simon Salowsky (25) und Bennet Klein (22) mit "Goodsmith", ihrem innovativen Hufschutz für Pferde. Löwe Carsten Maschmeyer ist der Favorit der beiden Jung-Unternehmer. Sie wollen 250.000 Euro Kapital und bieten dafür 15 Prozent. Doch obwohl Simon und Bennet sogar extra ein Pferd namens "Devil" in Petto haben, das den Hufschutz live vorführt, können sie keinen der fünf Investoren von ihrer Idee überzeugen.

Ein Pferd in der "Höhle der Löwen"? Das gab's noch nie

"pony puffin" von Elena Musiol

Elena Musiol (33) und ihr Mann Julian suchen für ihre Geschäftsidee "pony puffin" - einem praktischen Haar-Helferlein, das einen dickeren und fülligeren Pferdeschwanz verspricht - "in allererster Linie einen weiteren Gesellschafter, der uns mit seinem Know-how zur Seite steht". Das 17 Gramm leichte Produkt soll im Laden für 19,95 Euro verkauft werden. Während Wöhrl raus ist und Carsten Maschmeyer sowie Frank Thelen als Männer "keinen Draht" zu dem pinken Etwas finden, ist Löwin und Teleshopping-Queen Judith Williams begeistert. Sie bietet dem Paar genau das gewünschte Angebot von 65.000 Euro für 49 Prozent der Firmenanteile, die Parole "Ich könnte das verkaufen" und die Aussicht auf einen internationalen Markt.

Doch in ihrer Begeisterung hat sie nicht mit Ralf Dümmel gerechnet. Der sieht ebenfalls großes Potential und bietet das gleiche Angebot mit Fokussierung auf den deutschen Markt.

Williams droht: "Ich glaube, ich kann es besser. Wenn du mir das wegnimmst..." Und sie gewinnt.

Am Ende entscheidet sich Gründerin Elena unter Tränen für Frauenpower und somit Judith Williams.

"erledigungen.de" von Sebastian Simon

"Wartezeit ist verlorene Zeit" behauptet Sebastian Simon (25) aus München selbstbewusst und stellt den Löwen sein Online-Dienstleistungsportal "erledigungen.de" vor. Damit sollen langwierige Behördengänge der Geschichte angehören. Der studierte Luft- und Raumfahrttechniker benötigt für sein Unternehmen 200.000 Euro Kapital und bietet dafür 10 Prozent seiner Firma. Doch überzeugen kann er mit dem Konzept keinen der Löwen, obwohl das Projekt bereits in mehreren deutschen Städten existiert. Frank Thelens Argumentation: Er hasst zwar Behördengänge, ist aber der Meinung, dass die Politik dieses Problem angreifen muss. Der Löwe steigt aus, weil er sich wünscht, "dass solche Unternehmen am Ende des Tages nicht mehr existieren".

"SYWOS" von Rainer, Sandra und Ariane Goehringer

Ganzer Familieneinsatz bei "Die Höhle der Löwen": Wirtschaftsingenieurin Ariane (22) wagt sich mit ihren Eltern Rainer (54) und Sandra (51) in die Investorenarena. Gemeinsam bewältigt das Familienunternehmen aus Kelkheim den allerersten Pitch für ihr Produkt "SYWOS" (Symmetrical Workout System). Das Motto des speziellen Fitnessgeräts: "Always Fit, everywhere". Für weiteres Wachstum benötigt das Familienunternehmen 100.000 Euro Kapital und bietet dafür 10 Prozent der Firmenanteile.

Ralf Dümmel legt bei "SYWOS" selbst Hand an - den Zuschlag bekommt er aber nicht

Nach ausgiebigem Ausprobieren des Produkts sind sich Frank Thelen, Carsten Maschmeyer und Judith Williams einig: Wir sind raus. Doch sowohl Dagmar Wöhrl als auch Ralf Dümmel geben ein Angebot ab. Wöhrl bietet das Gewünschte, während Dümmel lieber 20 Prozent an Firmenanteilen hätte. Am Ende entscheiden sich die Goehringers einstimmig für die Löwin - sicher auch, weil sie ebenfalls aus einem Familienunternehmen stammt.

"parce" von Eugen Pflüger, Nikolai Klebert und Malte Janduda

Den letzten Auftritt des Abends hat das Start-up "parce" aus München. Eugen Pflüger (42), Nikolaj Klebert (32) und Malte Janduda (29) mussten in ihrer Unternehmensgeschichte bereits einen Rückschlag verkraften. "Wir haben unser Produkt auf den Markt gebracht, mussten nach drei Monaten allerdings einen offiziellen Rückruf durchführen. Das ist für ein Start-up natürlich der absolute Tiefpunkt", erinnert sich Eugen. Doch sie haben sich nicht unterkriegen lassen und versprechen den Löwen nun: die Zukunft des Wohnens, sprich: ein smartes und intelligentes Zuhause. Das Produkt "parce plus" ist ein intelligenter Zwischenstecker, der per Sprachbefehl gesteuert werden kann und über WLAN funktioniert. Die drei benötigen ein Kapital von einer halben Million Euro und bieten dafür zehn Prozent ihrer Firma.

Mangels Verständnis scheiden drei Investoren aus, Carsten Maschmeyer ist die Konkurrenz auf dem Markt zu groß und zu mächtig: "Dagegen sind wir fast Kuscheltiere", argumentiert er. Doch Frank Thelen hat bei dieser Idee Blut geleckt und bietet den Gründern die gewünschten 500.000 Euro für 25 Prozent - zu viele Anteile für die drei Gründer. Auch Thelens zweites Angebot für 20 Prozent ist "hart an der Grenze". Aber dann gibt er noch einmal nach: Der Löwe lässt sich auf 15 Prozent herunterhandeln und der Deal steht!

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