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11/10/2017 16:52 CEST

Carmen und Tamme Hanken wollten ein Kind adoptieren

Carmen und Tamme Hanken bei einem gemeinsamen Auftritt

Ein Jahr ist es her, dass Tamme Hanken (1960-2016, "Der XXL-Ostfriese") im Alter von 56 Jahren plötzlich verstarb. Als Knochenbrecher hatte er eine außergewöhnliche Gabe, wie auch in seinen TV-Formaten immer wieder zu sehen war. Konnte er sich auch in sich selbst so einfühlen, hat er seinen Tod womöglich geahnt? "Das ist schwer zu beantworten. Zu mir hat er immer gesagt: Du bist topfit, du wirst steinalt, ich werde naturgemäß sicher nicht so alt", sagt seine Witwe Carmen Hanken (57) im Interview mit spot on news. "Aber er hatte auch diese Vorstellung, dass wir bis 60 richtig Gas geben und dann zusammen das Leben genießen."

"Als Knochenbrecher hatte er immer für andere Menschen Gesundheitstipps parat, nur sich selbst hat er da nicht miteinbezogen", erzählt sie weiter. "Viele Freunde und ich natürlich auch, hatten ihn gebeten, etwas kürzer zu treten. Aber er hat seine Arbeit und die vielen Reisen geliebt und gelebt - so sagte er es auch oft. Als Knochenbrecher war er übersensibel. Bei anderen Menschen konnte er aufgrund der Aura sagen, wie lange diese noch zu leben haben, das war schon unheimlich. Ob er das allerdings auch für sich selbst wusste, kann ich nicht beurteilen."

"Gemeinsamer Ausritt: Mein Leben mit dem XXL-Ostfriesen Tamme Hanken" von Carmen Hanken finden Sie hier

"Darüber waren wir sehr traurig"

Mit ihrem Buch "Gemeinsamer Ausritt: Mein Leben mit dem XXL-Ostfriesen Tamme Hanken" (Plaza) will Carmen Hanken "den Menschen einerseits näherbringen, was er für ein Mensch war, wie Tamme gelebt und als Knochenbrecher gearbeitet hat - andererseits aber auch über unsere gemeinsame Zeit und meine Arbeit sprechen". Die gemeinsame Liebesgeschichte erzählt sie darin ebenfalls - und dass das Paar gerne ein Kind adoptiert hätte: "Wir waren beide schon 42, als wir uns kennenlernten. In dem Alter wollte ich nicht mehr schwanger werden, auch wenn ich gerne mit ihm ein Kind gehabt hätte. Das Risiko, ein krankes Kind zu bekommen, war mir zu hoch", erklärt Carmen Hanken im Interview.

"Deswegen haben wir versucht, ein Kind aus einem deutschen Kinderheim zu adoptieren. Wir hätten dem Kind alles bieten können - trotzdem wurde uns das verwehrt. Mit 44 galten wir als zu alt, darüber waren wir sehr traurig, zumal es nicht nachvollziehbar ist und war."

Das vermisst sie am meisten

"Wir hatten ein ganz tiefes, inniges Verhältnis", antwortet Carmen Hanken auf die Frage, was sie an Tamme am meisten vermisse. "Sehr viel hat rund um das Thema Tier stattgefunden, das war seine und ist meine Welt. Dieses Miteinander, das tiefe Verständnis füreinander, der tiefe Respekt voreinander und wie liebevoll er mit mir umgegangen ist - das alles fehlt. In jeder Beziehung waren das 14 besondere Jahre."

"Täglich kommen Menschen auf den Hof"

Für Carmen Hanken ist der Hof nun zur Lebensaufgabe geworden, wie sie sagt. Das Thema Gesundheit für Tiere spiele dort weiter eine große Rolle, weswegen er nun auch "Hankenhof - Gesundheits-Kompetenz-Zentrum" heiße. Ob sie im Rahmen des Hofs oder ihrer Arbeit mit Pferden wieder vor eine Kamera treten würde? "Wenn es dafür vernünftige Konzepte gibt, warum nicht?", so Carmen Hanken. "Mein Wirkungskreis ist in erster Linie der Hof und wenn es in diesem Rahmen oder anderweitig eine passende Idee gibt, bin ich jederzeit gerne dabei. In erster Linie will ich aber den Hof erhalten. Seit einem Jahr ist Tamme nun tot und täglich kommen Menschen hierher und erkundigen sich nach uns und unserer Arbeit - er hat so viele Spuren hinterlassen."

Carmen Hankens Buch ist vor Kurzem erschienen

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