US-Außenminister Tillerson soll Trump einen "Trottel" genannt haben - der fordert nun einen IQ-Test

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US-Außenminister Tillerson soll Trump beschimpft haben - nun fordert der US-Präsident einen IQ-Test | Carlos Barria / Reuters
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  • Der Schlagabtausch zwischen US-Präsident Trump und seinem Außenminister Tillerson geht weiter
  • Letzterer soll Ersteren einen "Trottel" genannt haben
  • Nun sagt Trump: Falls das stimmt, müssten sich beide in einem IQ-Test messen

Der Streit an der Spitze des mächtigsten Landes der Welt geht weiter. US-Präsident Donald Trump hat seinen Außenminister Rex Tillerson zu einem vergleichenden IQ-Test aufgefordert - falls es stimme, dass Tillerson ihn einen "Trottel" genannt habe.

Trump stellte in der US-Wirtschaftszeitung "Forbes" klar: "Ich kann Ihnen sagen, wer (den IQ-Test) gewinnen wird."

In der vergangenen Woche hatte der US-Sender NBC berichtet, dass der Außenminister Trump einen "Trottel" genannt haben soll - ausgerechnet bei einem Treffen im Pentagon mit Mitgliedern des Nationalen Sicherheitsrats und des Kabinetts. NBC berief sich auf drei Beamte, die mit dem Vorfall vertraut sind.

Bei einer nach der Veröffentlichung anberaumten Pressekonferenz wollte sich Tillerson nicht direkt zu der Aussage äußern. Aus seiner Sicht sei das "lächerlicher Unsinn", der dazu diene, das Team um Trump zu spalten.

Der US-Präsident bezweifelte zwar die Geschichte. "Ich glaube, es ist Fake News", sagte Trump. Allerdings hält er die Aussage auch nicht für völlig abwegig, wie der jüngste Kommentar des IQ-Tests verdeutlicht.

Trump, das Alpha-Tier

Während der Pressekonferenz hatte Tillerson seine Unterstützung für den Präsidenten bekräftigt. Er pries diesen als "smart" und unterstrich sein "Engagement für den Präsidenten und den Erfolg unseres Landes".

Wichtig: Tillerson stritt nicht ab, Trump einen "Trottel" genannt zu haben.

Egal ob die Phrase gefallen ist oder nicht. "Trump muss in jeder Situation das Alpha-Tier sein", betonte "Forbes" mit Blick auf dessen Äußerungen.

Gespräche mit Nordkoreas sinnlos

Der erste und der vierte Mann in den Vereinigten Staaten streiten sich derzeit über das Vorgehen im Konflikt mit Nordkorea. Trump hatte mehrfach bekräftigt, dass er Gespräche mit dem Kim-Regime über dessen Atom- und Raketenprogramm für sinnlos hält . Aber genau diesen Weg findet Tillerson am erfolgsversprechendsten - und erklärte das auch öffentlich.

Im Gespräch mit "Forbes" wiederholte der US-Präsident seinen Standpunkt: "Er (Tillerson) verschwendet seine Zeit."

Auf die Nachfrage, ob er mit seinen kritischen Äußerungen nicht seinen Top-Diplomaten "kastriere", antwortete Trump: "Ich untergrabe ihn nicht. Ich glaube, ich stärke tatsächlich seine Autorität."

Für Außenstehende ist allerdings schwer zu sehen, wessen Autorität Trump stärkt - außer seine eigene.

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