Ilka Bessin hat eine neue Produktlinie gegründet - ihre Fans sind bitter enttäuscht

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ILKA BESSIN
Ilka Bessin in ihrer Rolle als "Cindy aus Marzahn" | Sascha Steinbach via Getty Images
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  • Ilka Bessin, auch bekannt als "Cindy aus Marzahn", hat eine neue Modekollektion veröffentlicht
  • Diese ist an kurvige Frauen gerichtet - von Größe 41 - 54
  • Doch ihre Fans sind wütend über die teuren Preise der Kollektion

Ilka Bessin hat 2016 ihre Kunstfigur "Cindy aus Marzahn" aufgegeben. Jetzt meldet sie sich mit einem ganz anderen Projekt wieder zurück.

Auf Facebook stellt die Komikerin ihr neues Modelabel "Bessin" vor - das richtet sich speziell an Frauen, die Kleidergröße 41 bis 54 tragen, also Übergröße.

"Mich hat es lange Zeit total genervt, dass es die schönen Sachen, die meine Freundinnen kauften, nie in meiner Größe gab", schreibt Bessin auf der Seite ihrer Marke. "Irgendwann hat es mir dann gereicht und ich habe das Thema 'Coole Mode für starke Frauen' einfach selbst in die Hand genommen und sozusagen aus der Not eine Tugend gemacht."

Ihre Fans reagieren wütend auf ihre Kollektion

Doch ihre Fans sind bitter enttäuscht. Die Preise der Kleidungsstücke sind vielen zu teuer. Sie kosten bis zu 500 Euro.

Auf Facebook äußern sich sich die Fans verärgert. "Für eine Mütze 50 Euro zu verlangen ist eine Frechheit", heißt es in den Kommentaren von Bessins Facebook-Seite.

Oder auch: "Hast du denn vergessen, wie es ist mit Hartz 4? Gerade bei dir hätte ich gedacht, du denkst auch an uns Fußvolk."

Viele Fans sind der Meinung, dass doch gerade Bessin verstehen sollte, dass die Preise utopisch seien.

Schließlich war sie selbst mehr als vier Jahre arbeitslos - und hat sogar mit ihrer Rolle als "Cindy aus Marzahn" eine Langzeitarbeitslose verkörpert.

"Mir war die nachhaltige Produktion in Europa wichtig"

Am vergangen Samstag äußerte sich die Komikerin auf Facebook zu den Beschwerden ihrer Fans und erklärte, warum die Kleidung von "Bessin" so teuer verkauft wird:

"Mir war neben dem Design und der Verarbeitung hochqualitativer Materialien auch die nachhaltige Produktion in Europa wichtig", schreibt Bessin. "Hierzulande kostet die Herstellung allerdings wesentlich mehr, man weiß dafür jedoch, dass der Produzent seine Angestellten fair bezahlt und sie unter vernünftigen Bedingungen arbeiten können."

Da das Label noch am Anfang stehe, sei die Auswahl noch gering. Daher sei es nicht möglich, einen niedrigeren Preis anzubieten.

Trotzdem fühlen sich einige Fans von Bessin ausgenutzt. Vor allem, weil Bessin selbst noch "Mode zu erschwinglichen Preisen“ auf Facebook versprochen hatte.

Und auch ob die Ware wirklich qualitativ hochwertiger ist, bezweifeln viele Fans.

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(ame)

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