LIFESTYLE
09/10/2017 14:43 CEST

Schweizer Inkassoinstitut sucht "Hardcore-Jungs" - der Job ist auch in Deutschland umstritten

  • Inkasso-Unternehmen haben nicht den besten Ruf

  • Daran wird auch ganz sicher die Stellenanzeige eines Schweizer Inkassobüros nichts ändern

  • Im Video oben seht ihr die ganze Geschichte

Inkasso-Unternehmen haben einen schlechten Ruf. Nicht zuletzt, weil es immer wieder Meldungen über fragwürdige Methoden gibt, mit denen Mitarbeiter gegen Schuldner vorgehen sollen. Ein Schweizer Inkassobüro passt mit seiner Stellenanzeige ziemlich gut in dieses Bild. Das Foto der Anzeige kursiert gerade zum wiederholten Mal in den sozialen Medien.

“Hardcore-Jungs zum Schulden eintreiben”

Das Inkasso-Institut sucht laut der Anzeige nach “Hardcore-Jungs zum Schulden eintreiben”. Die Bewerber sollen um die 40 Jahre alt, 1,90 Meter groß und Kampfsportler, Bodybuilder oder Kriegsveteranen sein. Aber bloß keine “Spargeltarzane”.

Die Facebook-Nutzer nehmen die Stellenanzeige mit Humor. Ein User schreibt: “Grips im Hirn , und Kampfsportler und Bodybuilder gesucht. Das ist in sich ja schon ziemlich widersprüchlich”.

Dabei ist der Hintergrund des Inserats wohl alles andere als lustig: Die Anzeige soll laut Schweizer Medien aus dem Jahr 2010 stammen, als ein Aargauer Inkassobüro tatsächlich nach neuen Mitarbeitern suchte.

Schon damals kritisierten Strafrechtler, wie der Freiburger Professor Christof Riedo die Ausschreibung: “Erwecken Schuldeneintreiber bewusst den Eindruck, dass etwas Schlimmes passiert, wenn man nicht zahlt, ist das eine strafbare Nötigung.“

Dass die Vorgehensweise von Inkasso-Mitarbeitern nicht immer lustig ist, zeigen auch einige Fälle aus Deutschland, in denen Unternehmer von Inkasso-Unternehmen deutlich ihre Grenzen überschritten haben.

Laut der “Süddeutschen Zeitung” ist ein Inkasso-Team aus Thüringen sogar mal mit einem Elektroschocker auf einen Schuldner losgegangen.

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