Che Guevara: Was von dem Revolutionär auch heute bleibt

Veröffentlicht: Aktualisiert:
CHE GUEVARA
Ernesto Che Guevara ist eine Legende. Auch 50 Jahre nach seinem Tod. | David Mercado / Reuters
Drucken
  • Che Guevaras Tod jährt sich am Montag zum 50. Mal
  • Wo für der Revolutionär in Lateinamerika gefeiert wird

Ernesto Che Guevara ist eine Legende. Auch 50 Jahre nach seinem Tod.

So hat die lateinamerikanische Linke des argentinischen Revolutionärs gedacht. Bolivien Präsident Evo Morales pilgerte am Sonntag in die Ortschaft La Higuera, wo Guevara 1967 erschossen worden war, und legte Blumen an dessen Büste nieder.

"Wir sind hier, um an unsere Prinzipien und die Befreiung der Völker zu erinnern", sagte Morales.

Was Che bewirkt hat

Nachdem Guevara gemeinsam mit Fidel Castro in Kuba die Revolution zum Sieg geführt hatte, versuchte er auch in Bolivien einen Aufstand anzuzetteln. Die Expedition misslang, Che wurde gefangen genommen und ohne Gerichtsverfahren hingerichtet.

Bis heute gilt er als Symbol des Freiheitskampfes in Lateinamerika.

Auch in Kuba wurde Guevara an seinem Todestag gefeiert. "Che hat gekämpft, ohne sich zu ergeben, verletzt wurde er gefangen genommen und brutal ermordet", sagte Vizepräsident Miguel Díaz Canel bei der Gedenkfeier in Santa Clara vor Guevaras Mausoleum.

"Aber Che ist nicht tot, wie es seine Mörder wollten, sondern lebt weiter durch sein Werk und durch das Volk, das ihn bewundert und seinem Beispiel folgt."

che guevara
(Credit: dpa)

"Che hat mit seinem Kampf für Gerechtigkeit die Völker Lateinamerikas ins Licht geführt"

Auch in Nicaragua und Venezuela gab es Gedenkfeiern für Che. "Wir ehren den ewigen Che Guevara, der mit seinem Kampf für Gerechtigkeit die Völker Lateinamerikas ins Licht geführt hat", sagte der Chef der sandinistischen Jugend in Nicaragua, Milton Ruiz.

Der starke Mann der sozialistischen Regierung in Venezuela, Diosdado Cabello, schrieb auf Twitter: "50 Jahre nach seiner Ermordung gehört Che immer noch zur Avantgarde im Kampf der Völker für ihre Freiheit. Sein Beispiel hat ihn unsterblich gemacht."

Was von Che bleibt

Doch auch international stellt sich die Frage: Was bleibt von Che?

Polarisierung auf jeden Fall, für die einen ein ideologiegetriebener Mörder, für die anderen ein Vorbild im Kampf für eine gerechtere Welt, der heute im Ringen gegen Unterdrückung und Ausgrenzung durch einen ungezügelten Kapitalismus fortlebt.

Boliviens sozialistischer Staatschef Evo Morales fördert heute den Che-Kult nach Kräften. Der Biograf Jorge Castañeda meint, Che Guevara sei so populär über den Tod hinaus, weil sich auch dank seiner Person eine irreversible kulturelle Revolte in der westlichen Welt entwickelt habe - "danach sollte die Welt nie wieder wie vorher sein".

2017-07-23-1500833626-3203653-DerHuffPostWhatsAppNewsletter6.png
Die wichtigsten News des Tages direkt aufs Handy - meldet euch hier an.

Korrektur anregen