Trump pöbelt auf Twitter gegen Parteikollegen - der schimpft genauso niveaulos zurück

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TRUMP
Trump vs. Corker | GETTY
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  • US-Präsident Donald Trump streitet sich auf Twitter mit einem republikanischen Senator
  • Der Parteikollege hatte ihn zuvor öffentlich kritisiert

US-Präsident Donald Trump schießt gerne scharf - mit 140 Zeichen auf Twitter. Für einen Parteikollegen, den republikanischen Senator Bob Corker, hatte Trump am Sonntagmorgen gar 420 Zeichen, also drei Tweets, übrig.

Corker musste also wirklich etwas verbrochen haben: Er hatte es zuvor gewagt, den US-Präsidenten zu kritisieren.

Trump nölte am Sonntag dann auf Twitter, Corker habe ihm für seine anstehende Senatswahl 2018 um Unterstützung "angefleht".

Außerdem habe Corker Außenminister werden wollen.

Beides habe Trump abgelehnt - kein Wunder, dass Corker nun eine "negative Stimme" gegen ihn sei.

Corker lobt Trumps Minister - aber nicht den Präsidenten

Was hatte der Senator zuvor gesagt? Corker hatte am Mittwoch verkündet: Nur Außenminister Rex Tillerson, Verteidigungsminister James Mattis und Stabschef John Kelly würden sich in der Regierung darum kümmern, die USA "vom Chaos fernzuhalten".

Laut eines Berichts des US-Senders NBC
, der diese Woche veröffentlich wurde, stehen Außenminister Tillerson und Präsident Trump schon länger auf Kriegsfuß miteinander. Corker stärkte Tillerson mit seinen Aussagen den Rücken - und kritisierte indirekt Trump. Damit zog er wohl den Zorn des Präsidenten auf sich.

Corker twitterte nach der persönlichen Attacke auf ihn wiederum eine Beschimpfung zurück. "Es ist eine Schande, dass das Weiße Haus zu einem Erwachsenenpflegeheim verkommen ist. Offensichtlich hat jemand heute morgen seine Schicht verpasst", schrieb er mit Blick auf Trumps Vorliebe, am Morgen auf Twitter gegen die Konkurrenz auszuteilen.

Die Botschaft hinter Corkers Tweet ist so deutlich wie hart: Dieser US-Präsident braucht einen Aufpasser.

Die Fehde lebt wieder auf

Corker hatte vergangenen Monat verkündet, nicht mehr für die Senatswahl 2018 antreten zu wollen. Es ist nicht das erste Mal, dass Trump ihn auf Twitter attackierte. Bereits im August spottete Trump, Corker frage ihn ständig, ob er noch einmal zur Wahl antreten solle.

Damals hatte der Republikaner die umstrittene Antwort des US-Präsidenten auf die rassistischen Ausschreitungen in Charlottesville kritisiert. Seitdem hat sich offenbar nichts daran geändert, wie der US-Präsident mit öffentlicher Kritik umgeht.

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(amr)

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