Japanische Reporterin stirbt - weil sie 159 Überstunden in einem Monat gemacht hat

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Japanische Reporterin stirbt - weil sie 159 Überstunden in einem Monat gemacht hat (Symbolbild) | LFO62 via Getty Images
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  • In Japan ist eine Reporterin an Überarbeitung gestorben
  • Die massive Arbeitsbelastung hat zu einem Herzversagen bei der 31-Jährigen geführt
  • Jetzt will ihr Arbeitgeber seine Arbeitskultur ändern

Eine japanische Reporterin ist offenkundig nach massiver Arbeitsüberlastung an Herzversagen gestorben. Das hat ihr Arbeitgeber vier Jahre nach dem Tod der jungen Frau eingestanden.

Die 31-jährige Politikjournalistin hatte im Jahr 2013 in einem Monat 159 Überstunden angesammelt, berichtete der US-Sender CNN am Donnerstag unter Berufung auf den öffentlich-rechtlichen japanischen Rundfunk NHK, für den die Frau gearbeitet hatte.

Der Intendant des Senders, Ryoichi Ueda, entschuldigte sich am Freitag bei der Familie der Frau.

Die Arbeitsbehörden seien zu dem Ergebnis gekommen, dass der Tod der Frau auf Überarbeitung zurückgehe, erklärte NHK. Man nehme den Fall sehr ernst und werde die Arbeit der eigenen Journalisten reformieren.

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Grund für die Überstunden sei gewesen, dass sie für den Sender nacheinander über zwei Wahlen berichtet habe.

Jedes Jahr gibt es in Japan dutzende Selbstmorde wegen Überarbeitung

Im Monat vor ihrem Tod hatte sie deshalb nur zwei freie Tage. Sie starb drei Tage nach dem zweiten Wahltag.

Tod durch Überarbeitung ist in Japan so verbreitet, dass dafür eigens das Wort "karoshi" geprägt wurde.

In einer Regierungsstudie aus dem Jahr 2016 gaben 23 Prozent der befragten Firmen an, dass manche ihrer Mitarbeiter auf mehr als 80 Überstunden pro Monat kommen.

Ein Jahr zuvor wurden 93 Fälle von Selbstmord oder versuchtem Suizid infolge von Überarbeitung offiziell anerkannt.

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(jg)

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